Die Elbe II – Tag 3: Ausflug

Wieder liegt ein Tag voller Erlebnisse vor uns. Der Bus holt uns wie gestern am Morgen ab. Ein erstes Ziel ist das prächtige Jagdschloss Moritzburg, das, wie sollte es anders sein, August der Starke für sich erbauen ließ. Umgeben ist das Gebäude von schönen Park- und Waldanlagen, die dem Fürsten zum Jagdvergnuegen dienten, und von den Moritzburger Karpfenteichen. Neben dem Wildbret gab es also auch genug Fisch zu essen! Aber, wer hätte das gedacht, auch dieses Schloss war teilweise eingeruestet.


Fotos werden geschossen, die Ansicht genossen und weiter geht’s nach Meissen. Diese kleine, aber feine und geschichtsträchtige Stadt bildete sich aus der bereits im Jahre 929 von Heinrich l. errichtete Festung auf dem Burgberg. Am Fusse dieses Burgbergs hält unser Bus, und wir können im funktionierenden Fahrstuhl den steilen Hang hinauf zur Stadt gelangen. Wieder haben wir Glück mit einer supernetten Stadtführerin, die uns mit viel Humor und Liebe zu ihrer Stadt die Sehenswürdigkeiten aufzeigt und erklärt. Zu der Erhaltung der historischen Gebäude, die teilweise zu DDR-Zeiten aus Mangel an Mitteln nicht gepflegt oder erneuert wurden, sondern dastehen wie eh und je, macht sie eine Ausage, die hörenswert ist: „Armut ist der beste Denkmalschutz!“ Gleich zu Beginn der Führung stehen wir vor dem 150jaehrigen gotischen Dom. Dahinter erhebt sich die Albertsburg, das ehemalige Bischofsschloss, das als Profanbauwerk der Spätgotik fast ein wenig modern wirkt.
Beide Gebäude überragen die Stadt.


Interessant ist der Blick von oben auf die Dächer der Stadt. Wir werden durch schmale romantische Gässchen geführt und sehen auf dem Marktplatz wunderschöne Gebäude.


Nach einer kurzen Mittagspause steigen wir wieder in unseren Bus, denn wir werden in der berühmten Meissener Porzellanmanufaktur erwartet. Auch war es wieder August der Starke, der zunächst in der Albertsburg die erste europäische Porzellanmanufaktur errichtete und der Stadt damit wieder Erholung nach der schwedischen Eroberung und Plünderung während des Dreissigjaehrigen Krieges erschaffte.
Wir sehen einen interessanten Film über die Entwicklung des Porzellans und dürfen den Herstellern und Malerinnen bei ihrer schwierigen Arbeit zusehen. Danach gehen wir durch die Ausstellungsräume und bestaunen die Vielfalt der hergestellten Stuecke. Die Geschmäcker sind verschieden, und manche Leute mögen einige Stücke als Kitsch ansehen, aber auf jeden Fall sind alle phantastische Kunstwerke, wenn man die ungeheuer mühevolle Arbeit der Künstler/innen in Betracht zieht.


Und mit den folgenden Fliesen kann man sein Bad ausgestalten, so man denn tief in die Tasche greifen will oder kann.


Das glorreiche Ende dieses Ausflugs ist die Weinprobe in einem stimmungsvollen Weinkeller. Auch das dargereichte Abendessen in Form eines leckeren Winzertellers ychmeckte sehr gut. Leider versäume ich das Fotografieren der vollen Teller, aber auch die leeren lassen erkennen, dass es geschmeckt! Auf jeden Fall haben wir unseren Campingplatz mit dem Bus gesättigt und zufrieden erreicht.