Tag 24 – 30.07.2018

30.06.2018  Kilkenny – Schlossführung

Heute widmen wir uns der netten Stadt Kilkenny. Wir gehen am Fluss Nore entlang, im kühlen Schatten der Bäume und brauchen etwa eine halbe Stunde, bis wir das Schloss Kilkenny erreichen.
Seine Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1172. Da kam die Familie Butler mit der Invasion der Normannen nach Irland, kam zu Reichtum durch die Protektion Henry ll. Sie kauften im Jahre 1391 das Schloss, das dann 500 Jahre in ihrem Besitz war. Eigentlich hieß die Familie „Walter“. Sie änderte ihren Namen, als Henry ll das Familienoberhaupt Theobald Walter, das ihm den Wein kredenzen durfte, zum „Chief Butler“ ernannte. Daher der neue Familienname.

Seit 1969 befindet sich das Schloss unter der Obhut des irischen Staats und kann besichtigt werden, was wir auch taten. Der Weg zum Schloss….

 

Und nun das Innere mit seinen schönen Salons, Schlafzimmern, Speiseräumen und dem Kinderzimmer….

 

Und noch eine wichtige Räumlichkeit. Auf diesem Gerät hatten wohl Hinterteile aller Größen Platz.

 

Die prächtige Gemäldegalerie…

 

Unbedingt besuchen müssen wir die Black Abbey und die Kathedrale St. Canice’s. Auf dem Weg dorthin schauen wir noch nach anderen historischen Gebäuden. In den letzten Jahrzehnten ist in dieser liebreizenden kleinen Stadt Vieles restauriert worden. „Tholsel“, die heutige Stadthalle mit einem großen Archiv über Kilkenny. Hier wurden früher Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

 

Nun sind wir angekommen bei der Black Abbey. Der Name bezieht sich auf das Schwarz der Mönchskutten der Dominikaner. Es ist eine recht schlichte, aber sehr beeindruckende Kirche. Man kann in ihr das größte Buntglasfenster von Irland bewundern. Es besteht aus etwa 10.000 Glasstücken und erzählt die Geschichte Jesu.

 

Cathedral St. Canice’s mit ihrem Rundturm. Die Geschichte der Stadt nahm hier ihren Anfang. Der Rundturm ist 1000 Jahre alt, stammt aus der Zeit, als die Stadt sich um diese pränormannische Klostersiedlung herum bildete und ist bei weitem das älteste Gebäude, das noch heute in der Stadt besteht.

 

Und jetzt noch ein Bild von der Außenansicht der Black Abbey!

 

Und wo sind wir hier, trinken Smissis und verzehren irische Kost, wie zum Beispiel Irish Stew? Natürlich in „Kyterle’s Inn“. Das Gasthaus hat eine düstere Geschichte: Die ehemalige Besitzerin im 14. Jahrhundert, Alice Kyteler, überlebte vier wohlhabende Ehemänner und wurde selbst immer reicher. Da konnte man schon auf den Gedanken kommen, dass das nicht mit rechten Dingen vor sich ging. Und man kam auf den Gedanken – die reiche Witwe wurde als Hexe verurteilt und sollte auf dem Scheiterhaufen ihr lasterhaftes Leben beenden. Doch sie konnte entfliehen, aber ihre alte Dienerin Petronella musste dran glauben und wurde verbrannt! Fies, was?