Heute lernen wir Nida, den wohl bekanntesten Ort der Kurischen Nehrung, noch genauer kennen. Die einzigartige Landschaft aus Dünen, Kiefernwäldern und dem Kurischen Haff macht diesen Ort zu einem der schönsten Reiseziele Litauens. Am Morgen treffen wir uns an der Rezeption und starten gemeinsam mit unserem örtlichen Reiseleiter zu einem Rundgang durch Nida. Das ehemalige Fischerdorf begeistert mit seinen liebevoll gepflegten Holzhäusern, den bunt verzierten Kurenwimpeln und den traditionellen Fischerhöfen. Unser Guide erzählt uns viel über die Geschichte der Kurischen Nehrung, das Leben der Kuren und die außergewöhnliche Landschaft, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe gehört.
Anschließend gehen wir an Bord eines Ausflugsschiffes und erleben die Kurische Nehrung vom Wasser aus. Während der Fahrt erklärt uns unser Kapitän viel Wissenswertes über das Kurische Haff, die Fischerei, die Entstehung der gewaltigen Wanderdünen und das Leben der Menschen in dieser einzigartigen Landschaft. Seine spannenden Erzählungen machen die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Die Tour führt uns bis an die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad (dem früheren Königsberg). Vom Wasser aus blicken wir hinüber auf das russische Ufer und erfahren mehr über die bewegte Geschichte dieser Region. Einst gehörte das Gebiet zu Ostpreußen, heute bildet Kaliningrad eine russische Exklave zwischen Litauen und Polen. Die Grenze ist auf dem Wasser deutlich markiert und darf selbstverständlich nicht überschritten werden.
Nach der Bootsfahrt bleibt ausreichend Freizeit, um Nida auf eigene Faust zu erkunden. Einige nutzen die Gelegenheit und besuchen die bekannte Räucherei von Nida. Dort gibt es frisch geräucherten Fisch – direkt aus dem Haff und nach traditioneller Art zubereitet. Der Duft macht Appetit und natürlich lassen sich viele diese regionale Spezialität schmecken.
Wer möchte, besucht außerdem das Thomas-Mann-Haus, in dem der Schriftsteller Anfang der 1930er-Jahre seine Sommer verbrachte. Ebenfalls sehenswert ist das Bernsteinmuseum, das die Entstehung und Verarbeitung des „Goldes der Ostsee“ anschaulich erklärt.
Viele entscheiden sich auch für den Spaziergang über die beeindruckenden Dünen zurück zum Campingplatz. Mit etwas Glück lässt sich am Ostseestrand sogar ein kleines Stück Bernstein finden – ein ganz besonderes Andenken an diesen Tag.
Am Abend treffen wir uns um 18:00 Uhr zur Routenbesprechung und werfen gemeinsam einen Blick auf die nächste Etappe unserer Ostseeumrundung.










































