Heute müssen wir ausnahmsweise früh raus. Unsere Fähre zum Festland startet schon um acht Uhr. Diejenigen, welche gestern „gefaulenzt“ haben, fahren noch etwas früher los, um ihr Besichtigungsprogramm nachzuholen. Leider begleitet uns leichter Nieselregen. In Reine, einem schönen Fischerort, machen wir eine Pause und genießen die schönen Ausblicke auf die Landschaft und die bunten Häuschen. Unterwegs bieten sich weitere Fotostopps an. Nach 33 Kilometern erreichen wir den Hafen. Aber bevor wir uns einordnen, machen wir noch einen Abstecher in den Ort mit dem kürzesten Namen, nach Å. Direkt vor der Lofotwand gelegen, bestaunen wir die bunten Häuser, auf abgerundeten Klippen errichtet. Gegen sieben Uhr treffen wir uns alle am Hafen. Pünktlich um acht Uhr verlassen wir die Insel Moskenesoy und genießen die dreieinhalbstündige Überfahrt zum Festland. In Bodö rollen wir von der Fähre. Noch 170 Kilometer liegen jetzt vor uns. Aber ein Abstecher muss sein. Nach 18 Kilometern verlassen wir unsere Route, um zum Mahlstrom nach Saltstraumen zu fahren. Er gilt mit 400 Mio. Kubikmetern Wasser in sechs Stunden, die mit fast 40 km/h durch die nur 150 Meter breite Meerenge fließen, als stärkster Gezeitenstrom der Welt. Von einer 41 Meter hohen Brücke können wir dem eindrucksvollen Fluss des Wassers, welches riesige Strudel bildet, entspannt zusehen. Das Wetter ist jetzt auch besser geworden und die Sonne begleitet uns für die nächsten Stunden, zumindest zeitweise. Wir fahren zurück zur Hauptroute und erreichen nach 135 Kilometern das Polarkreiszentrum. In dem einer Samenhütte nachempfundenen Gebäude ist vor allem die Multivisionsshow sehenswert. Am Nachmittag erreichen alle wohlbehalten den Campingplatz. Jetzt steht nur noch die Besprechung des nächsten Tages an. Um die Sitzung etwas abzurunden, bringen Christoph und Reinhold für alle Weißwein und Bruno einen Kirschbrand mit. Leider ist für unsere große Gruppe kein geeigneter Aufenthaltsraum auf dem Campingplatz vorhanden und die mageren Temperaturen laden nicht zu gemütlichen Runden im Freien ein. So ziehen wir uns bald in unsere Wohnmobile zurück.
































