Nachdem wir mit dem heutigen Tag die Halbzeit unserer Reise erreicht haben, geht es endlich ans Nordkap. Bevor wir Hammerfest verlassen, besichtigen wir das Meridianmonument des Struve-Bogens am Messpunkt Fuglenaes, der in Hammerfest liegt. Der erste Vermessungspunkt des ca. 2821 km langen Netzes zur Erdvermessung gehört zum UNESCO-Welterbe. Bei der Ausfahrt aus Hammerfest können wir nochmals das unverwechselbare Bauwerk der Kirche bewundern und dann geht es über 200 km zum Nordkap. Einen Zwischenstopp kann man an einer Silberschmiede einlegen, die auch Stockfisch anbietet. Das Wetter zeigt sich von seiner ausgezeichneten Seite mit 17 Grad Celsius und Sonnenschein, sodass wir die Anfahrt zum Nordkap über die fast baumlose Hügellandschaft auf der Insel Mageroya genießen können. Schon die Anfahrt zeigt, dass wir am nördlichsten Punkt Europas nicht allein sein werden. Im Vergleich zu den finnischen Landstraßen herrscht auf der relativ schmalen Straße ein dichter Verkehr. Nach einigen Tunneln erreichen wir den Parkplatz am Nordkap und haben das Glück, dass er für einige Tage kostenlos ist. Nach kurzem Anstehen kommt die Fotodokumentation am Globus, der stählernen Weltkugel aus dem Jahr 1978, dass wir auch da gewesen sind. Im Museum und im Panoramakino kann man sein Wissen über das Nordkap und seine Geschichte ergänzen. Am Nachmittag gab’s vom Foodtruck ein Königsgrabbeebsüppchen, welches der Reiseleiter am Abend für diejenigen, die es probieren wollten, bestellt hatte. Im Camp Nordkap treffen wir uns am frühen Abend bei Sonnenschein, um das Bergfest und den erfolgreichen Besuch des Nordkaps zu würdigen. Von der Reiseleitung sind einige Getränke und ein typisches Produkt, lecker eingelegter atlantischer Hering „Sild“, besorgt worden, der, reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, auch als „Silber des Meeres“ bezeichnet wird. Ein Teilnehmer spendiert einige Flaschen Rotwein, die sicher die norwegische Grenze passiert haben. Wir lassen uns alles bei lustigen Gesprächen schmecken, bis ein Regenschauer am Abend alle in die Wohnmobile vertreibt. Für einige ist jedoch noch nicht das Ende erreicht. Sie besuchen das Nordkap noch um Mitternacht, um die sensationellen Fotos mit der tief stehenden Sonne zu machen. Ein weiterer interessanter Tag auf unserer gemeinsamen Reise geht damit vorüber, aber wir haben noch viele schöne vor uns.





























