Auch an diesem bewölkten und regnerischen Tag wollen wir uns mit großen Schritten (Etappen) dem nördlichsten Punkt Europas nähern. Das heutige Ziel ist Inari, gelegen am Inarisee und in der samischen Region Sápmi. Bevor wir jedoch in dieser Gemeinde ankommen, in der auch das Samething, die parlamentarische Vertretung der Samen Finnlands, seinen Sitz hat, müssen wir wieder mehr als 300 km durch den borealen Nadelwald oder, einfacher gesagt, durch die Taiga zurücklegen. Auf diesem Weg gibt es wieder einige Besichtigungsmöglichkeiten, wie den deutschen Soldatenfriedhof, auf dem 2.530 gefallene deutsche Soldaten des II. Weltkrieges zur Ruhe gebettet wurden. Auch eine der ältesten finnischen Holzkirchen aus dem 17. Jhd. liegt auf dem Weg. Leider wird sie gerade renoviert. Sehr interessant ist jedoch das einzige Museum der Welt, welches sich mit dem Goldschürfen beschäftigt. Mit einer eindrucksvollen Darstellung der schweren und entbehrungsreichen Arbeit der Goldsucher in verschiedenen Regionen auf der Welt, aber natürlich vor allem in Finnland, kann man das abenteuerliche Leben dieser Menschen nachvollziehen. Kurz vor dem Ziel gibt es noch einmal Gelegenheit, den finnischen Warenbestand im Womo aufzufrischen, bevor die Mücken im Camp über uns herfallen. Nach dem abendlichen Besuch regionaler Restaurants oder der Küche des eigenen Womos treffen sich viele, um schon mal den Wechsel nach Norwegen und den Besuch der Nordkaps zu erörtern.





























