Heute liegen nur 140 Kilometer auf gut ausgebauter Straße vor uns. Wir werden also zügig vorankommen und können uns früh richtig Zeit lassen. Auf unserer Route gibt es wieder viele beschädigte Flussquerungen, die uns aber keine Probleme bereiten, da sie gut gesichert und schon im Sanierungsprozess sind. Bei einer weggespülten Brücke haben die Marokkaner eine Behelfsumfahrung angelegt. Wir staunen immer wieder, wie schnell sie ihre Frühjahrsschäden reparieren. Ansonsten ist die Landschaft heute eher karg, aber trotzdem beeindruckend. Gelegentlich sehen wir Plantagen mit Dattelpalmen, kleine Felder, Dromedare, Esel, Ziegen sowie kleine Dörfer und Siedlungen. Da Sonntag ist, erwacht das Leben erst nach und nach. Aufgrund der vorangegangenen Regenfälle findet sich in einigen Flussbetten noch genügend Wasser für die angrenzenden Bäume und Pflanzen. Auch können wir mehrere Palmenoasen entlang unserer Route sehen. Kurz vor Tissint gibt es einen schönen Aussichtspunkt, an dem wir einen Fotostopp mit Blick in eine große Oase und den Ort einlegen. Nach knapp drei Stunden erreichen wir unseren Campingplatz. Wir stehen unter Palmen und genießen den Nachmittag. Um 18 Uhr treffen wir uns zur Besprechung des nächsten Fahrtages, bevor wir ins Restaurant des Campingplatzes wechseln. Dort haben wir für uns ein Menü vorbestellt. Die Hauptspeise, Tajine Kefta, hat uns besonders gut geschmeckt. Da es ein sehr milder Abend ist, verbringen ihn die meisten noch etwas im angeregten Gespräch vor ihren Wohnmobilen. So geht wieder ein abwechslungsreicher Tag zu Ende. Leider musste ein Paar wegen technischer Probleme in die Werkstatt nach Zagora, unserem nächsten Tagesziel, geschleppt werden. Wir drücken ihnen die Daumen, dass die Reparatur schnell gelingt und sie ihre Fahrt bald mit uns gemeinsam fortsetzen können.
































