Unsere heutige Etappe ermöglicht uns noch einmal einen Blick auf Toledo. Wir fahren auf der Panorama-Straße um Toledo weiter nach Süden. Unser Ziel ist Almagro in der Nähe von Ciudad Real. Und dieser Fahrtag wird uns mit Orten bekannt machen, in denen Miguel de Cervantes seinen Don Quijote agieren ließ. In diesem „besten Buch der Welt“ aus dem Anfang des 16. Jhd. nutze der Autor Don Quijote nicht nur, um die damals populären Ritterromane zu parodieren, sondern er versuchte auch, vor Augen zu führen, wie deren übermäßige Lektüre den Verstand raubt. Leider gibt es heute kaum solche Lektüre in Bezug auf die Nutzung des Internets. Wir fahren durch La Mancha, aus dem Arabischen übersetzt „trockenes Land“. Und wieder erleben wir ein anderes Landschaftsbild. Auf unserem Weg sehen wir links und rechts der Straße endlose Olivenhaine und Weinreben-Spaliere. Ein ständig wehender Wind ist der ideale Ort für Windräder der Neuzeit, aber auch für Windmühlen des Mittelalters, denen Don Quijote als vermeintliche Riesen vergeblich den Kampf bot. Für die Touristen werden diese Windmühlen gepflegt und erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Fotomotiv der Geschichte Spaniens. Nach Ciudad Real, der „Königlichen Stadt“, erreichen wir unseren Campingplatz. Die Sonne meint es wieder gut mit uns, sodass am Nachmittag relaxt wird. Nach der Besprechung des morgigen Fahrtages gibt es einen Besuch des Restaurants auf dem Camp. Die einheitliche Meinung nach dem Dinner ist überraschend. Trotz der Schlichtheit des Platzes ist das Restaurant absolute Spitze, egal was aus dem breiten Angebot gewählt wurde. Das Kennenlernen La Manchas mit dem Hintergrund des Romans von Cervantes als Teil der Weltgeschichte und das geschmackliche Highlight des Essens im Camp bilden gemeinsam das i-Tüpfelchen auf einen wunderschönen Tag.



















