Wieder einmal erleben wir einen wunderbar warmen Tag, als wir am Morgen den Weg entlang der Nogat zur Marienburg einschlagen. Obwohl wir die Burg bereits am Vortag von außen gesehen haben, sind wir wieder beeindruckt von den imposanten Ausmaßen und dem Gesamtbild, das sich uns bietet. Um 10.00 Uhr treffen wir unsere Fremdenführerin, die uns die nächsten 3 Stunden durch die Burganlage führt und uns die Geschichte der Burg von den Anfängen bis zur heutigen Zeit erklärt. 21 Hektar umfasst die gesamte Burganlage, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Mit der Errichtung wurde bereits im Jahr 1270 begonnen, seit 1309 war sie für 147 Jahre Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens. Die Marienburg gilt als größter Backsteinbau der Welt und nach dem Prager Hradschin und dem Moskauer Kreml als drittgrößte Burganlage Europas. Wir sehen den Sommer- und den Winterspeisesaal, bekommen die Fußbodenheizung, deren Aufbau und Wirkungsweise erklärt, sehen die alte Küche und den Bereich der Bäcker, besichtigen das Bernstein-Museum und sind überwältigt von den vielfältigen Eindrücken. Während des 2. Weltkrieges wurde die Burg von den russischen Streitkräften schwerbeschädigt und bis heute wird an der Beseitigung der alten und neu aufgetretener Schäden gearbeitet. Nachdem wir uns von unserer Fremdenführerin getrennt und die Burg verlassen haben, geht jeder seinen eigenen Interessen nach. Manche gehen essen, andere besichtigen die Stadt Malbork oder kehren direkt zurück zum Campingplatz. Am Abend treffen wir uns dann wieder zu einer geselligen Runde und lassen den Tag bei netten Gesprächen und Rückblicken und ein paar Getränken ausklingen.















