
Endlich haben wir das Wetter, das wir alle erwartet und mit dem Land Marokko verbunden haben: blauer, wolkenfreier Himmel und Sonne, die Hitze spendet. Für unseren heutigen Fahrtag durch den Anti-Atlas ideale Voraussetzungen. Wir fahren durch eine karge Landschaft, nur vereinzelt stehen Sträucher, selten Palmen. Die Mandelbäume fangen gerade an zu blühen, später als sonst, da es hier zu wenig Wasser gab. Wir sehen trockene Flussläufe und kleine Ortschaften, die fast ausgestorben wirken, auch weil wir nicht nur Ramadan haben, sondern auch Sonntag. Auf den trockenen Flächen sind aber Ziegen- und Schafherden unterwegs, auch eine Dromedarherde gerät in unser Blickfeld. Hier und da mitten im Nichts vereinzelt ein paar Häuser und man fragt sich, wovon leben die Menschen hier.
Für die Fahrt muss man sich Zeit nehmen. Die Straßen sind gut befahrbar, wir fahren bis ca. 1.900 m hinauf und hinter gefühlt fast jeder Kurve ändert sich das Bild. Wir sehen Felsformationen und Gesteinsverwerfungen, die man so nicht für möglich gehalten hat. Doch selbst in dieser Abgeschiedenheit steht ab und zu die Polizei und kontrolliert Fahrzeuge. Ein wunderbarer Tag mit unvergesslichen Eindrücken endet dann noch mit der Besprechung des nächsten Tages bei 21 °C um 20:00 Uhr.