
Es geht beschaulich weiter auf der Route des vins d‘ Alsace mit ihren malerischen Weindörfern. Hiervon gibt es auf der heutigen Tagesetappe einige, die man unbedingt besuchen sollte. Angefangen heute mit Riquewihr, welches leicht am Hang, umgeben von Weinbergen, liegt. Ebenfalls unbedingt einen Stopp einlegen sollte man in Ribeauville. Je nach Uhrzeit hat der ein oder andere Gast auf der Tagesetappe auch einen längeren Stopp eingelegt, um sich ein typisches Mittagessen schmecken zu lassen.
Nicht entgehen lassen sollte man sich den Besuch auf der Haut-Koenigsbourg. Die Hohkönigsburg wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war Zeitzeuge mehrerer Jahrhunderte innereuropäischer Auseinandersetzungen und Rivalitäten zwischen Lehnsherren, Königen und Kaisern. Die Burg zählte im Laufe der Zeit eine Reihe berühmter Besitzer, die ihre Zeit, aber auch die Burg selbst stark geprägt haben. Sie liegt erhaben und strategisch günstig auf einer Höhe von 800 m auf der Kante eines Bergrückens, von der man die Rheinebene bestens sehen kann. Sie ist mit jährlich etwa 500.000 Besuchern die meistbesuchte Burg der Region und einer der am häufigsten frequentierten Touristenorte ganz Frankreichs.
Bei unserem Besuch war diese auch entsprechend stark frequentiert, darunter auch viele deutsche aufgrund des Feiertags. Leider war uns der tolle Ausblick verwehrt, da die Burg von Wolken umgeben war. Vom Parkplatz musste man bergauf ein paar Minuten gehen, bis wir dann die Burg erreichten. Trotz des Wetters ist ein Besuch lohnenswert, und es gibt viele Details zu entdecken. Faszinierend war der gewählte Rückweg, nicht über die asphaltierte Straße, sondern einen mystischen, alten Weg über viele abgetretene Steine, der sicherlich schon über Jahrhunderte besteht. Die Stimmung war besonders, der frische Duft des Waldes, das Moos auf den Steinen, die absolute Ruhe, nur unterbrochen durch das Piepen umher hüpfender Vögel. Dort konnte man es länger aushalten und den Moment der Ruhe wirken lassen.
Weiter ging die Fahrt vorbei an schönen Orten mit einigen Highlights, wie zum Beispiel in Kintzheim dem Adlerpark mit seinen Flugshows und dem Affenberg. Im weiteren Verlauf führte uns die Route, wenn auch mit einem kleinen Umweg aufgrund gesperrter Bergstrecke, wieder hinauf in die Vogesen, mit dem ein oder anderen Luftkurort. Natürlich dürfte hierbei ein Abstecher zu dem berühmten Kloster St.-Odilie nicht fehlen.
Am Nachmittag sind wir dann auf unserem Campingplatz in Still eingetroffen. Netterweise haben sich die Betreiber bereit, erklärt die dazugehörige Bar für uns auch am Donnerstag zu öffnen. Zunächst waren wir nur ein kleiner Kreis an Gästen, die das Angebot nutzten, im Laufe des Abends war dann jedoch fast die ganze Gruppe mit an der langen Tafel und wir konnten tolle Gespräche führen, den ein oder anderen besser kennen lernen und hatten einfach gemeinsam eine gute Zeit.