Das Regen-Tief hat sich an unsere Fersen geheftet und begleitet uns den ganzen Tag in nördliche Richtung. Heute nehmen wir eine kürzere Fahretappe in Angriff – 250 km sind es bis zu unserem Tagesziel Lulea. Wir fahren weiter gen Norden, die Ostsee immer rechts von uns. Eine Landschaft, in der sich grüne Wälder und tiefblaue Seen ständig abwechseln. Die Besiedlungsdichte wird deutlich dünner.
Wir erreichen Lövånger Kyrkstad (Kirchenstadt), eine weitere Besonderheit und Sehenswürdigkeit in Schweden. Mehr als 70 Kirchenstädte bildeten sich im 18. Jhd. in dünn besiedelten Gegenden um Kirchen herum, um bei der An- und Abreise zum Kirchgang in den kleinen Häuschen übernachten zu können. Heute dienen sie ähnlichen Zwecken: dem Tourismus und besonders zu Trauungen. Die Hochzeitsgäste übernachten in den renovierten Holzhäusern. Romantischer geht es nicht.
Immer wieder gibt es schöne Eindrücke an der Strecke.
Schließlich erreichen wir Luleå, wichtigster Hafen für den Erzexport und umgeben von ca. 700 hübschen Schäreninseln. Wir sind fast am nördlichen Ende des Bottnischen Meerbusens angekommen, aber immer noch nicht am nördlichsten Punkt unserer Reise. Immerhin: Sonnenuntergang um 0:00 Uhr – Sonnenaufgang um 1:04 Uhr! Es wird nicht mehr dunkel! Ein gigantisches Erlebnis: Mittsommernacht! Und das wird an diesem Wochenende in Schweden und Finnland ganz besonders gefeiert.
Aber das Wetter: Es regnet unaufhörlich weiter; laut Wetter-App über 50l/qm! Da bleibt jeder im trockenen Wohnmobil.




































