Spanien – Tag 20: Madrid – Toledo

Heute beeilten wir uns, die kurze Strecke bis Toledo zurückzulegen. Unterwegs mussten wir noch einkaufen, denn morgen am freien Tag in Toledo wollen wir grillen. Der zweite Grund war die Besichtigung Toledos. Um 12.30 Uhr nach der Ankunft auf dem Campingplatz, wurden wir vom Bus und von der Stadtführerin abgeholt. Es war ungewöhnlich heiß für diese Jahreszeit, als wir die Stadt durchquerten. Dennoch erlebten wir eine der schönsten Städte Spaniens mit Freude, nicht zuletzt durch die ausführlichen und unterhaltsamen Ausführungen unserer Stadtführerin.

Toledo ist eine sehr alte Stadt, das kann man an den Gebäuden erkennen. Es liegt hoch oben über der Schlucht des Flusses Tajo, dem längsten Fluss Spaniens, 1080 km lang.

Im Mittelalter galt der Ort als Stadt der „drei Kulturen“. Christen, Moslems und Juden lebten hier friedlich zusammen, so erzählt die Legende. Davon kann man heutzutage nur träumen. Menschen, die in der Stadt bauen wollen, könnten von einem Baustopp überrascht werden. Bei den nötigen Grabungen könnten Dinge zum Vorschein kommen, die für Archäologen höchst interessant sind, und die dem Bauherrn den Spaß verderben. Hinterlassenschaften von Mauren, Römern, Westgoten und Juden, die sich alle hier herumtrieben sind noch zahlreich vorhanden und prägen auch den Stil.

Wir gingen durch schmale Gassen, bergauf und bergab, um zu den Denkmälern zu gelangen:
Kathedrale (einer der Türme ist z. Zt. eingerüstet), Rathaus, Wohnsitz des Bischofs von Toledo. In einem Wasserbecken, das für eine Million € erstellt wurde, soll als Wahrzeichen des Stadt gelten. Es wurde vor dem Haupteingang der Kathedrale eingerichtet, damit dieser Bau sich im Wasser spiegelt.


Erst mal ein Sitzpäuschen, bevor es weitergeht, es ist wirklich sehr heiß. Aber jetzt führt uns der Weg nur noch zur Synagoge, dann haben wir genug Stoff im Kopf!


In der Synagoge, heute. ein Museum, erfahren wir viel über das Judentum und sehen viele Gegenstände, die die Traditionen dieses Volkes prägen, u. a. das Behältnis für die Tora.


Nun geht’s zum Bus fur die Heimfahrt, und es gibt noch ein paar Eindrücke auf diesem Weg. Aber der besten Blick auf diese Stadt hat man von einem Aussichtspunkt außerhalb, an dem unser Bus anhält, damit wir ein paar schöne Fotos schießen können!


Ach, nun hätte ich es doch bald vergessen! Ein paar Bilder müssen noch rein! Da haben wir zweimal den Don Quijote, einmal aus Marzipan in einem Laden. Diese größte Erschaffung aus Marzipan steht im Guinessbuch der Rekorde. Dazu wäre noch zu erwähnen, dass Toledo auch bekannt ist für die Herstellung von bestem Marzipan, an der sogar Nonnen im Kloster beteiligt sind.
Und die stählerne Figur im Geschäftsraum der Waffenschmiede in Toledo. Die haben wir nämlich auch besucht heute. Ein junger Schmied zeigte uns, wie ein Schwert geschmiedet wird. Stahl findet man allerdings nicht in Toledo, man bekommt ihn aus Bilbao im Norden Spaniens und schmiedet damit alle möglichen Dinge, wie Schmuck, Messer, Schwerter etc.