Sizilien „Solo“ – Tag 4: Schifffahrt „Panarea – Stromboli bei Nacht“

In der Nacht regnet und windet es kräftig, doch pünktlich zu unserem Ausflug zeigt sich das Wetter wieder von seiner besten Seite und die Sonne kommt heraus.


Um 10:45 Uhr fahren wir gemeinsam in den Hafen, von wo aus unsere Schifffahrt zu den Liparischen Inseln startet.


Die Überfahrt wird für einige auf dem offenen Deck allerdings recht nass, denn der Scirocco-Wind hat das Meer ordentlich aufgewühlt. Unter Deck sehen wir dagegen kaum etwas – außer den regennassen Scheiben und der bewegten See.


Die Inselgruppe wurde nach Aiolos, dem Gott der Winde aus der griechischen Mythologie, benannt. Schon in der Antike galten die Äolischen Inseln als geheimnisvoller Ort aus Feuer, Meer und Vulkanen. Zunächst besuchen wir Panarea – die kleinste der Liparischen Inseln. Mit ihren weißen Häusern, kleinen Gassen und dem türkisblauen Wasser zählt sie heute zu den schönsten Inseln Siziliens. Gleichzeitig reicht ihre Geschichte bis in die Bronzezeit zurück.


Hier haben wir etwas Freizeit. Einige aus unserer Gruppe unternehmen gemeinsam einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, von dem aus sich ein beeindruckender Blick auf den Stromboli im Hintergrund bietet.


Später geht es weiter Richtung Stromboli. Der Vulkan ist seit Jahrhunderten dauerhaft aktiv und gehört zu den wenigen Vulkanen weltweit mit nahezu kontinuierlicher Tätigkeit. Schon früher diente sein Feuerschein den Seeleuten als Orientierung und brachte ihm den Namen „Leuchtturm des Mittelmeeres“ ein.


Auf Stromboli haben wir erneut etwas Zeit zur freien Verfügung. Einige erkunden die Insel und ihre kleinen Gassen, andere genießen den Abend bei einem Essen mit Blick aufs Meer.


Den Stromboli bei Nacht zu erleben, bleibt dennoch etwas Besonderes. Große Ausbrüche haben wir heute leider nicht gesehen – nur einige kleinere Eruptionen waren kurzfristig zu beobachten.


Gegen 22:00 Uhr kommen wir wieder am Campingplatz an und lassen diesen langen, aber besonderen Tag langsam ausklingen.