Norwegen-Schweden – Tag 9: Fjaerland-Geiranger

Geiranger ist eines der berühmtesten Reiseziele Norwegens. Das kleine Dorf liegt am Ende des Geirangerfjords, der seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört und als einer der schönsten Fjorde der Welt gilt. Bekannt für: atemberaubende Fjordlandschaft, steile Felswände, Wasserfälle und … Kreuzfahrtschiffe. Gestern, als wir kamen, lag ein Monstrum der MSC im Fjord. Dementsprechend geschäftig ging es auch in dem kleinen, verschlafenen Ort zu. Tausende Menschen wuselten umher, stiegen in Busse ein, buchten Rib-Ausflüge und mehr. Auch die Andenkenläden waren voll, kleine Shops mit Norwegerpullovern, Mützen, Schals. Außerdem gab es Geschäfte mit Weihnachtsartikeln, die sicherlich auch einen guten Schnitt machten. Die Saison ist begrenzt, und da muss man sehen, was man verdienen kann. Dementsprechend sind auch die Preise. Aber um an den Geiranger zu kommen, lag eine kurvenreiche Strecke vor uns. 222km entlang verschiedener Fjorde, über Passhöhen und vorbei an Gletschern. Zum Glück bei gutem Wetter mit viel Sonnenschein. Kurz nachdem wir losgefahren sind, das erste Highlight. Der Bøyabreen ist eine Gletscherzunge des rund 487 km² großen Jostedalsbreen. Er reicht von über 1.500 m Höhe bis auf etwa 300 m über dem Meeresspiegel hinab. Der Gletscher fließt langsam talwärts – je nach Bereich einige Zentimeter bis wenige Dezimeter pro Tag. Wie die meisten Gletscher in Norwegen zieht sich auch der Bøyabreen seit Jahrzehnten deutlich zurück. Alte Fotos zeigen, dass die Gletscherzunge früher wesentlich weiter ins Tal reichte./p>


Weiter geht es vorbei an tollen Aussichten auf verschiedene Fjorde, Berge und malerische kleine Städtchen in Richtung Oldedalen Gletscher. Den lassen wir aus. In Oldedalen liegt ein Kreuzfahrtschiff, und busweise werden die Gäste auf den Gletscher gekarrt. Das tun wir uns dann doch nicht an. Hermann informierte uns, dass man vier Stunden auf das nächste Elektroautochen warten muss, mit dem man an dem Gletscherrand fahren könnte. Das nächste Ziel an diesem Nachmittag ist Djupvasshøtta auf 1030 m Höhe. Hier geht es rechts hoch auf den Dalsnibba auf 1476 m Höhe. Er ist einer der höchsten mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkte Europas. Was so einfach klingt, ist ein gutes Stück Arbeit. Nach 2,5 km haben wir eine Auf- und Abfahrt mit 9% auf 14 km. Aber oben werden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Wir schauen vom Hochgebirge über weite, fruchtbare Täler. Nachdem wir die Aussicht genossen haben, fahren wir dann von 1476 zurück auf Meereshöhe. Immer wieder müssen wir Rücksicht auf die großen Busse nehmen, die die Kreuzfahrttouris auf diese spektakuläre Plattform bringen. Wir passieren u.a. den Flydalsjuvet – einen der bekanntesten Aussichtspunkte Norwegens mit einem fantastischen Blick auf den Fjord./p>


Morgen ist erstmals etwas Ruhe angesagt und wir werden einen Schiffsausflug machen./p>