Wir starten den 2. Fahrtag in Richtung Norden und kommen nach kurzer Strecke durch Göteborg. Sie ist mit rund 600.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Schwedens und liegt an der Westküste an der Mündung des Göta älv in das Kattegat und ist der größte Seehafen Skandinaviens. Gegründet wurde die Stadt 1621 von Gustav II. Adolf und entwickelte sich rasch zum wichtigsten Handels- und Hafenplatz Schwedens. Göteborg zählt heute als eine der grünsten Städte Europas.
Dann ging es durch die Region Bohuslän. Sie ist eine historische schwedische Landschaft an der Westküste Schwedens, nördlich von Göteborg bis zur norwegischen Grenze. Der Name bedeutet sinngemäß „Gebiet/Lehen von Bohus“ und geht auf die mittelalterliche Festung Bohus bei Kungälv zurück. Wir finden dort typische glatte Granitfelsen, unzählige Schären und Inseln, sowie pittoreske Fischerdörfer wie Smögen, Fjällbacka und Grebbestad. Früher war die Hummer- und Muschelfischerei die Haupteinnahmequelle der Bewohner, heute ist das mehr und mehr der Tourismus.
Auf dem Weg durchfuhren wir das kleine Örtchen Skredsvik mit der schönen weißen Kirche aus dem Jahr 1855. Leider war das Portal geschlossen und wir konnten das schöne Bauwerk nur von außen bewundern.
Auf keinen Fall wollten wir uns die Felszeichnungen entgehen lassen. Die Felsbilder bei Tanum entstanden überwiegend in der nordischen Bronzezeit zwischen etwa 1700 und 500 v. Chr.; einzelne Bilder reichen bis etwa 300 v. Chr. Die Männer mit Waffen werden häufig als Krieger oder Angehörige einer privilegierten gesellschaftlichen Gruppe interpretiert. Waffen – darunter Speere, Äxte und Schwerter – sind auf den Felsbildern besonders häufig. Die Darstellungen scheinen weniger einfache Alltagsszenen zu sein, sondern haben vermutlich mit Macht, Ritualen und Kriegeridealen zu tun. Warum ist der Speer interessant? Ein Speer war damals nicht nur eine Waffe. Die Felsbilder vermitteln offenbar auch Status und Macht. Manche Figuren werden auffallend groß und mit Waffen dargestellt. Deshalb vermuten Archäologen, dass es sich teilweise um rituelle oder symbolische Darstellungen von Kriegern handeln könnte.
Das letzte Ziel für einige war das Jule-Haus südlich von Oslo. Dort gibt es Weihnachtsdekoration, Wichtel, Weihnachtsartikel und typische norwegische Souvenirs. Auch befindet sich dort das Postkontor, das Postamt des Weihnachtsmanns. Leider war es schon um 17:00 Uhr geschlossen, und so standen einige vor verschlossener Türe. Das letzte Ziel des heutigen Tages war der Campingplatz Oslo Bogstad. Nach dem „Einparken“ nutzte die Gruppe das gute Wetter, um gleich einige der oftmals „unverzollten“ Getränke zu verzehren. Morgen geht es nach Oslo. Um 9:15 Uhr holt uns der Bus ab.

























