Es geht nach Süden. Wir fahren parallel zur Küste bis zum Abzweig Ramdala. Die Strecke führt uns über die Schären von Karlskrona, vorbei an einer Windmühle nach Tjurkö, bis zu einer Wendestelle, bei der größere Fahrzeuge umdrehen mussten.
Wir fahren dennoch weiter und erreichen nach einigen 100 m den berüchtigten Steinbruch von Tjurkö. In den 1870er- und 80er-Jahren war hier das Zentrum großangelegter Steinbrucharbeiten. Ein deutscher Festungsingenieur hat 1862 die Rechte zum Steinabbau bekommen. Die Steinindustrie veränderte die Landschaft. Er beschäftigte bis zu 1000 Personen auf Tjurkö und hier befand sich auch ein Strafarbeitslager der schwedischen Krone mit 400 Gefangenen. Gegen Ende der 1950er wurde der Betrieb eingestellt. Bis dahin wurden die Granitsteine in großem Umfang nach Deutschland und England exportiert. Tjurkö-Granit und Pflastersteine findet man in vielen deutschen und englischen Städten.
Weiter geht’s durch Südschweden zum Laxens Hus mit dem Fluss Mörrumsan. Er ist einer der bekanntesten Lachsflüsse Schwedens und mündet in die Ostsee. Das Laxens Hus ist ein Zentrum der Sportfischerei und beherbergt ein riesiges Angebot an Angeln und Zubehör. Spannende Stromschnellen zeichnen den Fluss aus.
Wie immer trafen wir uns zum Briefing und hielten noch einen kleinen Schnack. Aufgrund der sinkenden Temperaturen zogen sich jedoch alle relativ früh in ihre Wohnmobile zurück. Morgen haben wir die letzte Tour nach Malmö.

























