Norwegen-Schweden – Tag 20: Stockholm zum Vättern-See

Wir starten morgens und finden mehr oder weniger gut den Weg hinaus auf die Strecke zum Vättern-See. Es ist manchmal tricky, aus Stockholm hinauszufinden. Dann aber haben wir freie Fahrt und steuern das erste Ziel an. Schloss Gripsholm. Es gehört zum königlichen Besitz und beherbergt die staatliche Portraitsammlung Schwedens. U.a. befindet sich dort die berühmte Theateranlage aus der Zeit Gustav des Dritten. Die erste Burganlage wurde 1383 erwähnt, mehrfach umgebaut, und im 18. Jahrhundert entstand das berühmte Theater.


Wir fahren weiter und kommen zur Kaga Kyrcka. Diese wurde im zwölften Jahrhundert erbaut, und wir bestaunen sehr interessante Bilder im Innenbereich.


Mehrfach überfahren wir den Götakanal, der Schweden von der Ost- bis zur Westküste verbindet. Die gesamte Wasserverbindung ist etwa 390 km, davon rund 190 km künstlich angelegter Götakanal. Sehr interessant ist auch die Schleusentreppe.


Elisabeth und Wilfried besuchten auch etwas ganz Besonderes und schwärmten uns von dem Motorenmuseum vor. Von Oldtimern über Haushaltsgeräte, Radios und vieles mehr. Es war alles aus der guten alten Zeit vorhanden.


Dann sind wir auch in Vadstena, unserem Zielort am Vättern-See. Christiane und Wilhelm machten gleich eine kleine Fahrradtour in die Innenstadt, nachdem sie ihr Auto aufgestellt hatten. Der Vättern-See zeigte sich bei strahlender Sonne wie ein kleines Meer. Und wie es am Meer auch manchmal ist, mit richtig viel Wind. Es gibt sogar einen Namen dafür, es ist der Vättern-Effekt. Der See ist 137 km lang und gut 30 km breit, dreimal so groß wie der Bodensee und enthält fünfmal so viel Wasser. Bei hohen Temperaturen wie heute erwärmt sich das Land viel mehr als das Wasser und so entsteht ein starker Wind vom Wasser auf das Land. Unser Briefing halten wir ganz schnell und kurz hinter unserem Wohnmobil ab, weil wir es sonst draußen kaum aushalten konnten. Morgen geht’s nach Kosta zur Glasbläserei und zum Folkloreabend.