Norwegen-Schweden – Tag 11: Geiranger – Kristiansund

Mittlere Strecke und je nachdem, für welche Route man sich entschied, mehr oder weniger anspruchsvoll. Am Vorabend gab es eine Diskussion, für welche Route man sich entscheiden sollte. Entweder über die Trollstiegen oder die einfache, am Fjord entlang. Die meisten entschieden sich, trotz relativ schlechter Wettervorhersage, für die Fahrt über die Trollstigen. Zunächst aber ging es für alle, die im vorigen Bericht beschriebenen, Adlerkehren hoch. Nach der Fähre bei Eidsdahl, trennen sich die Wege. Zu den Trollstigen ging es rechts, am Fjord entlang ging es links. Wie einige berichteten, waren die Trollstiege richtig nass. Es goss aus Eimern und streckenweise gab es viel Nebel. Aber es war trotzdem ein Erlebnis.


In Molde kamen alle wieder zusammen und fuhren die Strecke weiter zu den Schären, die mit der berühmten Atlantikstraße verbunden sind. Die Atlantikstraße zählt zu den spektakulärsten Straßen Norwegens und ist eine der 18 offiziellen, norwegischen Landschaftsrouten. Der berühmteste Abschnitt ist 8,3 km lang und verbindet über acht Brücken mehrere kleine Schäreninseln. Die bekannteste Brücke ist die Storseisundet-Brücke. Durch ihre geschwungene Form wirkt sie aus manchen Blickwinkeln wie eine Brücke, die ins Nichts führt. Unter anderem diente sie als Drehort für den James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“. Bei Sturm schlagen die Wellen teilweise bis an die Straße und bei extremem Wetter kann diese auch zeitweise gesperrt werden. Viele Reisende lieben diese Straße nicht unbedingt wegen ihrer Länge, sondern wegen der einzigartigen Kombination aus Meer, Brücken und Schärenlandschaft. Die Bauzeit war von 1983 bis 1989. Bis 1999 wurde Maut erhoben. Seitdem ist die Strecke mautfrei und 2005 wurde die Strecke zum Bauwerk des Jahrhunderts in Norwegen gewählt.


Beim heutigen Meeting wurden noch die Details für unsere morgige Campertafel festgelegt und dann war wieder ein spannender Tag zu Ende.