Nordkap II – Tag 7: Lappeenranta – Joensuu

Die heutige Route führt uns nach Norden auf der Via Karelia. Leider haben wir einen Regentag. Das hält offensichtlich auch die Elche von den Straßen fern, die alle paar Meter auf Warnzeichen angekündigt werden. Trotzdem werden die möglichen Abstecher zu den Sehenswürdigkeiten entlang unserer Route von vielen aufgesucht. Das Holzschlösschen in Rauhalinna steht neuerdings auf privatem Grund und kann nicht mehr angesehen werden. Aber das Highlight dieser Tour, die Wasserburg Olavinlinna (Olafsburg), ist auch bei Regenwetter sehenswert. Viele lassen es sich nicht nehmen, dieser mittelalterlichen Burg einen Besuch abzustatten. Auf einer kleinen Felseninsel im See Pihlajavesi gebaut, sorgt das schnell fließende Wasser dafür, dass es fast nicht zufriert. Damit war die Burg nur durch andauernde Belagerung einnehmbar, wodurch es den Russen im 18. Jahrhundert auch gelang, die Burg von den Schweden zu übernehmen. Nachdem es keine Schweden und Russen mehr in dieser ehemaligen Grenzregion gegeben hatte, renovierten die Finnen die Burg und nutzen heute den Innenhof für Sommerkonzerte, die kleine Kapelle für Hochzeiten und die Säle für öffentliche und private Feiern. Leider wird auch die größte Holzkirche der Welt renoviert. So ahnt man ihre Dimension nur hinter der Bauverkleidung. Auf unserem Camp in der nordkarelischen Universitätsstadt Joensuu haben wir genügend Platz und verbringen den regennassen Nachmittag im Womo. Unsere Teilnehmerbesprechung können wir im Trockenen in einem Gemeinschaftsraum in der Rezeption abhalten. Neben der Routenvorstellung des morgigen Fahrtages einigen wir uns auch auf den Ablauf unserer geplanten Campertafel. Ab 20 Uhr hat der Wettergott ein Einsehen und schiebt den Schalter in Richtung Sonne. So kann man den Abend noch vor dem Womo verbringen und Hoffnung für eine schöne erste Campertafel anhäufen.