Wir haben wieder bestes Sommerwetter und fahren mit Thomas, unserem Busfahrer, zuerst auf die Dominsel von Posen, der mit rund 540.000 Einwohnern fünftgrößten Stadt Polens. Von Piotr, unserem heutigen Stadtführer, erfahren wir viele interessante Details über die Christianisierung und Geschichte Polens. Dafür bietet sich die älteste Kathedrale Polens, die Peter-und-Paul-Kathedrale, bestens an. Wir besuchen die Krypta und bestaunen die Reste der romanischen Basilika. Nach dieser ausgiebigen Besichtigung fahren wir über die Warthe, den drittlängsten Fluss Polens, in die Altstadt. Wir unternehmen eine kleine Stadtrundfahrt und lernen u. a. das Kaiserviertel mit dem Kaiserpalast kennen. Am Nationalmuseum verlassen wir den Bus und setzen unsere Stadtbesichtigung zu Fuß fort. Zuerst kommen wir auf den Markt, der seit 2025 komplett saniert im neuen Glanz erstrahlt. Er bildet das Zentrum und Herz der Altstadt. Wir bestaunen die schönen Bürgerhäuser, die verschiedenen Brunnen und das alte Rathaus, welches leider teilweise eingerüstet ist. Weiter geht es zur Pfarrkirche, die als schönste Kirche Polens gilt. Wir verlassen die Kirche zum Innenhof eines alten Benediktinerklosters und erfahren mehr über die Geschichte der Gebäude und der Stadt. Piotr versteht es sehr gut, seine Ausführungen mit kleinen Anekdoten zu ergänzen. Wir kommen an den kleinen Böcklein, einem Wahrzeichen Posens, vorbei, deren Kampf wir später am Rathausturm verfolgen werden. Wieder auf dem Markt unterhält uns Piotr mit weiteren Erzählungen aus der Posener Stadtgeschichte. Auch über den Bau der bunten Krämerhäuser berichtet er anschaulich. Pünktlich um 12 Uhr endet dieser interessante Stadtrundgang und wir lauschen dem Trompeter auf dem Rathausbalkon und verfolgen, wie unzählige andere Besucher, den Kampf der Ziegenböcke. Danach haben wir noch ausreichend Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und in einem der Restaurants polnische Spezialitäten zu probieren. Natürlich darf ein Besuch von „Stary Browar“, der ehemaligen Brauerei Hugger, nicht fehlen. 1980 wurde der seit dem Jahr 1876 betriebene Brauereibetrieb eingestellt. Nach umfangreichen Umbauten eröffnete 2003 ein kreatives Kultur- und Einkaufszentrum. Während einige Reiseteilnehmer zu Fuß den Rückweg antreten, fahren die anderen am Nachmittag mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Um 18 Uhr treffen wir uns noch einmal, um den nächsten Fahrtag und die Stadtbesichtigung in Toruń zu besprechen. Am Abend findet sich dann wieder eine gesellige Runde.



























