Marokko II – Tag 15: Tafraoute – Tata

Aufgrund der Inversionswetterlage bleibt uns die klare Sicht auf die Felsformationen im Tal der Ammeln leider verwehrt. Wir verlassen das Tal und begeben uns auf unsere heutige Tagesetappe nach Tata. Für die gut 200 Kilometer haben wir fünf Stunden veranschlagt. Wir fahren durch atemberaubend schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Hinter jeder Biegung tun sich neue herrliche Ausblicke auf. Da es im Frühjahr sehr viel geregnet hat, blüht und grünt es überall. Leider hat der anhaltende Regen auch viele Brückenschäden verursacht. Aber die Marokkaner verlieren keine Zeit. Überall sind Bautrupps damit beschäftigt Schäden auszubessern und Straßenabschnitte grundlegend zu erneuern. Aufgrund der dennoch guten Straßen und der tollen Landschaft genießen wir diese Fahrt trotzdem sehr. Dabei haben wir auch zwei Pässe (bis über 1.800 m ü. NN.) mit schönen Ausblicken zu meistern. Wir fahren entlang breiter, ausgetrockneter Flussbetten und kommen an grünen Palmenhainen und schönen Dörfern, oft noch in traditioneller Lehmbauweise, vorbei. Wir sehen praktisch angelegte Terrassen mit Mandelbäumen, Menschen mühsam ihre Felder bearbeiten und Eselkarawanen, welche abgelegene Dörfer versorgen. Wir staunen und bewundern jedes Mal wieder, wie die hier ansässigen Menschen ihr karges Leben meistern. Schließlich erreichen wir das Stadttor der 13.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Tata. Die weiträumige Datteloase Tata steht mit rund 900.000 Dattelbäumen an dritter Stelle in Marokko. Nachdem sich jeder am Campingplatz eingerichtet hat, unternehmen einige noch einen kleinen Stadtbummel, um Einkäufe zu erledigen oder in einem der Restaurants zu essen. Später haben wir noch einen kleinen Umtrunk am Platz. Unser Geburtstagskind Uwe gibt einen aus und wir beglückwünschen ihn. Später sitzen wir noch lange zusammen und genießen den lauen Abend.