Marokko II – Tag 13: Agadir – Tafraoute

Wir beginnen unsere heutige Tagesetappe, indem wir zuerst bis Agadir fahren. Nachdem wir Agadir passiert haben, folgen wir der Nationalstraße N1 parallel zum Atlantik südwärts. Die Landschaft ist hier kahl und unspektakulär. Nach einhundert Kilometern erreichen wir die für die Silberschmuckherstellung bekannte Stadt Tiznit. Hier verlassen wir den Atlantik und fahren in den Antiatlas. Er bildet die südlichste der drei Bergketten des Atlasgebirges. Die Landschaft wird nach und nach abwechslungsreicher. Wir sehen viele kleine Dörfer, geschmiegt an die umliegenden Berge. Die Häuser sind unscheinbar lehmfarben oder in schönen Rot- oder Ockertönen gehalten. Langsam tauchen wir ein in das Marokko, wie man es sich außerhalb der Tourismusmetropolen vorstellt. Auf einer Passhöhe von 1.200 Metern Höhe machen wir in einem kleinen Café Pause und genießen den schönen Ausblick. Leider ist er, wie auf der gesamten heutigen Etappe, witterungsbedingt getrübt. Aber überall grünt und blüht es in den vielfältigsten Farben. Auf unserer Fahrt tauchen in dieser kargen Landschaft immer wieder grüne Palmenhaine (Oasen) vor uns auf. Schließlich erreichen wir das „Babuschenzentrum“ Marokkos, Tafraoute. Wir fahren durch den kleinen Ort und biegen ins Tal der Ammeln ab. Tafraoute, wie das gesamte Tal der Ammeln, ist umgeben von bizarr geformten Felsen. Das Tal trägt seinen Namen von dem Berberstamm der Region. Am Campingplatz angekommen richten wir uns ein und suchen einen schattigen Sitzplatz. Die Dreißig-Grad-Marke haben wir längst überschritten. Auf 17 Uhr hat der Platzbetreiber zum Begrüßungstee, dem sogenannten Berberwhisky, eingeladen. Danach treffen wir uns zu einem Umtrunk und stoßen gemeinsam auf Kai, unser heutiges Geburtstagskind, an. Gemeinsam verbringen wir einen schönen Abend.