Marokko I – Tag 22: Ruhetag in der Wüste

Auch heute beginnt unser Ruhetag etwas anders als gewohnt. Mit dem Ende des Ramadan wird in Marokko die Uhrzeit wieder umgestellt – eine Stunde zurück. Während des Fastenmonats gilt eine angepasste Zeit, damit sich der Tagesrhythmus besser an die Essenszeiten nach Sonnenuntergang anpasst. Nach dem Ramadan kehrt man wieder zur gewohnten Zeit zurück. Am Morgen kommen zunächst die Lackierer zu uns auf den Platz und führen bei einigen Fahrzeugen noch kleine Schönheitsreparaturen durch.


Um 09:30 Uhr werden wir von mehreren Jeeps abgeholt – heute steht ein gemeinsamer Ausflug auf dem Programm, und die ganze Gruppe ist dabei. Es geht hinaus in die abwechslungsreiche Landschaft rund um die Wüste. Unsere Fahrt führt uns durch die „schwarze Wüste“, die mit ihren dunklen Gesteinen einen spannenden Kontrast zu den goldenen Sanddünen bildet. Unterwegs entdecken wir einen See mit Flamingos, die in dieser Umgebung einen besonderen Anblick bieten.


Ein weiterer Stopp führt uns zu einem Automuseum, bevor wir auch kulturell eintauchen: Wir erleben traditionelle Gnawa-Musik, deren Rhythmen und Klänge eine ganz eigene Atmosphäre schaffen.


Auf unserer Route sehen wir außerdem die Überreste der alten Fremdenlegion sowie verlassene Dörfer, die von vergangenen Zeiten erzählen. Besonders interessant ist ein Gebiet, in dem Mineralien abgebaut werden. Hier entdecken wir Steine, die wie Schildkrötenpanzer aussehen – ein faszinierendes Naturphänomen. Wir sind total begeistert – ehrlich gesagt sogar besser als jeder Souvenirladen! Statt irgendwas zu kaufen, sammeln wir einfach unsere eigenen Steine und nehmen so die schönsten Erinnerungen mit.



Immer wieder legen wir kleine Stopps ein – auch bleibt Zeit zum Feilschen und Stöbern bei lokalen Händlern.


Zur Mittagszeit erreichen wir ein Beduinendorf, wo wir gemeinsam ein Picknick genießen und eine entspannte Pause einlegen.


Am Nachmittag geht es mit den Jeeps weiter – durch Sanddünen und über weite Flächen zurück zu unserem Camp.


Dort angekommen treffen wir uns zur Routenbesprechung für die nächsten Tage. Am Abend wird gemeinsam gekocht: Es gibt eine leckere Hackfleisch-Tajine, die wir in geselliger Runde genießen – die beste Tajine, die wir auf dieser Reise gegessen haben. Ein großes Dankeschön an die Gruppe! Außerdem gab es Couscous, der uns frisch geliefert wurde ein herzliches Dankeschön an Zaid und seine Familie. Zusätzlich bereiteten wir zusätzlich einen frischen Obstsalat zu.


Ein rundum gelungener Abend und ein weiterer unvergesslicher Tag in der Wüste.