Genua ist eine überraschend schöne und interessante Stadt, die voller Gegensätze und Überraschungen steckt. Man muss wissen, dass Genua zwischen Meer und den Hügeln sich ausbreitet und aufgrund fehlenden Hinterlands nach oben wachsen muss. Trotzdem gibt es, wie überall auf der Welt, die Stadtteile, die besonders schön sind, aber auch in der Regel von den reicheren Personen und Familien, teilweise seit Jahrhunderten, als bevorzugte Adresse genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Viertel Albaro am östlichen Stadtrand und Castelleto über der Altstadt. Interessant hierbei ist, dass es überall, für die Einwohner kostenfrei, Aufzüge gibt, die die oberen Viertel mit der Altstadt und auch der Innenstadt und dem Hafengebiet verbinden. Wir durften all dies bequem im Bus, oder auch mit kurzen Spaziergängen zu Fuß, mit unserem wieder sehr guten Guide erkunden. Die sich dabei bietenden Ausblicke waren spektakulär.
Die Altstadt selbst ist quirlig und ein Labyrinth an engen Gassen, mit vielen Restaurants und anderen interessanten Entdeckungen. Auch der Hafen ist für die Stadt Genua sehr bedeutend. Er bietet vielen Menschen Arbeit durch die hohe Anzahl an Kreuz- und Fährschiffe, aber auch als Frachthafen für Güterverkehr sowie als Schiffsbau/Werft. Nicht zu vergessen: das berühmte Aquarium von Genua, immerhin das zweitgrößte von Europa, mit etwa 12 000 Exemplaren von mehr als 600 Arten. Alleine dafür könnte man schon einen Ausflugstag verwenden. Im Hafen angedockt lag ein unglaublich großes Kreuzfahrtschiff der MSC World Klasse für 6774 Passagiere und 2138 Besatzungsmitglieder – extrem beeindruckend. Die Innenstadt wiederum hat sehr schöne und edle Einkaufsstraßen mit Markengeschäften, beeindruckende Fassaden, uralte Arkaden und einige Palazzi, die vom Weltkulturerbe geschützt sind. Wir durften vorher noch nach Boccadasse, einem ehemaligen bunten Fischerdorf, fahren, was schon sehr an Cinque Terre erinnert. Dort hatten wir eine Kaffeepause in einer kleinen Bucht direkt am Meer, wo wir für Genua etwas Typisches lernten: dass man am Morgen zum Frühstück seine Focaccia beim Essen vorher in den Cappuccino dippt. Zudem war heute am Sonntag grundsätzlich richtig viel los, aber die Aktivitäten zur Spende für die Krebsforschung haben es zusätzlich verstärkt – wir waren gerade noch rechtzeitig dort.
Zurück in der Innenstadt hatten wir noch ausreichend Zeit, zur Visite der Kathedrale, um uns in der Innenstadt und in einigen kleinen Gassen der Altstadt umzusehen, die Paläste der ehemals 14 reichen Herrscherfamilien zu bewundern und dem Wohnort der Familie von Christoph Kolumbus einen Besuch abzustatten. Ganz wichtig war, dazwischen auch noch ein vorzügliches Eis zu genießen. Emanuela hat uns mit ihrer Führung und den immer wieder kleinen Highlights zwischendurch oder dem Genießen des Dolce Vita’s wirklich begeistert. Am Nachmittag hatten wir noch Zeit für einen kleinen Lunch (oder bei Kurt auch etwas mehr und vor allem mehr Fleisch) oder alternativ selber noch viele Dinge in Ruhe anzuschauen, bevor es dann wieder zurückging. Grundsätzlich hatten wir mit dem Wetter viel Sonne, dank Franz Xaver, und konnten somit unser Programm uneingeschränkt genießen.
Zurück am Campingplatz haben wir zunächst die wesentlichen Dinge des nächsten Fahrtags besprochen und Lösungen für den Besuch von Portofino besprochen – dank unseres Campingplatzbesitzers jetzt recht einfach umzusetzen. Pünktlich zum gemeinsamen Abendessen waren wir fertig – sehr zur Freude einiger Hungriger. Unser Gastgeber und die Mitarbeiter im Restaurant waren äußerst freundlich und bemüht, uns alle zufriedenzustellen. Das angebotene Menü, vor allem die Pasta mit Pesto, aber auch das regionale Hähnchengericht, hat den Geschmack aller Gäste getroffen. Glücklicherweise haben uns Elfi und Kurt noch gebeten, das Gewicht der Ladung etwas zu reduzieren, und so mussten wir noch ein paar Stamperl vernichten. So ging auch dieser Abend wieder einmal bei guter Stimmung zu Ende. Wir freuen uns jetzt auf die letzten Tage einer außergewöhnlich abwechslungsreichen und lustigen Reise mit einer tollen Gruppe an Gästen.
























































