Lago Maggiore – Cinque Terre – Tag 10: Ausflug Cinque Terre

Über diese berühmten fünf Dörfer, die wir heute als KUGA-Gruppe gemeinsam mit unserem engagierten Guide besuchen durften, könnte man ganze Bildbände füllen. Es gibt unzählige Ansichten und Details zu entdecken und zu fotografieren. Daher machten wir uns bereits um 08:45 Uhr auf den Weg zum nahe gelegenen Bahnhof. Dort haben wir unseren Guide Silvia mit ihrer „Sonnenblume“ getroffen. Man kann die einzelnen Orte von Cinque Terre sehr gut per Bahn besuchen, der Fußweg wäre erheblich anstrengender und zeitraubender. Als Erstes besuchten wir Vernazza mit dem einzigartigen Nordhafen. Silvia wusste uns viel Spannendes und Interessantes über jeden einzelnen Ort zu erzählen – die Geschichte, die Menschen, Architektur und Kirchen, interessante Hintergründe, auch Kurioses oder die ein oder andere Anekdote. So war unser Ausflug nicht nur extrem informativ, sondern immer auch unterhaltsam und kurzweilig. Natürlich sind die einzelnen Orte stark frequentiert und man trifft Menschen aus allen Kontinenten, meist in Gruppen unterwegs. Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charme und Besonderheiten. Es ist bunt, abwechslungsreich, kleine Geschäfte, Bars und Restaurants, manchmal auch kitschig, aber nie langweilig.


Anschließend sind wir mit dem Zug weitergefahren nach Manarola. Alle hatten uns vor einem intensiven Tag mit vielen Touristen und Massen an Besuchern gewarnt, was besonders in Manarola mit dem Zugang zum Bahnsteig, den engen Treppen und dem Tunnel kritisch ist – aber heute war alles letztendlich wirklich für die Cinque Terre entspannt. Der Ort lebte früher überwiegend vom Weinanbau und Fischfang. Man vermutet, dass dies der älteste Ort von Cinque Terre sein könnte. Auf jeden Fall war er faszinierend, als wir unten an der Küste stehend entweder zurückblickten in die bunte Häuserreihe, oder nach unten auf die Felsen und das tosende Meer. Wenn man Zeit hat, ist der schmale Spazierweg zur Landzunge raus absolut empfehlenswert, und einige haben die Gelegenheit gerne genutzt – andere haben ein Café bevorzugt. Man kann von dort weit der Küste entlang schauen, sieht die unterschiedlichen, mit Steinmauern angelegten Terrassen zur landwirtschaftlichen Nutzung und hat gleichzeitig einen tollen Blick auf die Häuser mit Hafen – ein tolles Erlebnis. Leider hatten wir die Erkenntnis nicht exklusiv und somit mussten wir immer wieder stoppen, da jeder ein Instafoto, Selfie oder romantisches Paarfoto vor dieser Kulisse wollte.


Von Manarola hatten wir dieses Jahr für unsere Gäste ein absolutes Highlight organisiert. Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Riomaggiore, um von dort die Via dell’Amore (den Liebesweg) zu erkunden. Dies ist der berühmteste und romantischste Fußweg im Nationalpark Cinque Terre. Nach einer zwölfjährigen Sperrung aufgrund eines schweren Erdrutsches ist der ikonische Küstenweg wieder für den Tourismus geöffnet. Der rund 900 Meter lange Pfad ist in den Fels gehauen und bietet spektakuläre Ausblicke auf das Ligurische Meer sowie unterwegs immer wieder in den steilen Klippen und Steinhängen interessanten Bewuchs. Der neu dazugekommene kleine Spaziergang hat alle begeistert und man bekommt nochmals einen anderen Eindruck von der Schönheit der Natur der Cinque Terre. Eine Terminierung mit entsprechender Eintrittskarte ist zwingend vorgegeben und wird auch entsprechend kontrolliert. Weiter ging unsere Erkundung dann mit Monterosso – einem Ort, der sich wieder ganz anders präsentierte. Er ist unter anderem zweigeteilt in die Altstadt und das neuere Viertel Fegina. Zudem zeichnet sich der größte der 5 Orte dadurch aus, dass er über einen schönen Strand verfügt und deshalb auch im Sommer ein gerne genutztes Fotomotiv als Badeort ist. Das Dorf besuchen wir inklusive der beiden direkt nebeneinander liegenden Kirchen, zum einen der Gemeindekirche und daneben der einer Bruderschaft. Beide Kirchen haben sich in der Historie um die Vorherrschaft, und damit auch um Geld, Macht und Einfluss, in Monterosso bekämpft. Eine Besonderheit des Dorfes ist der Gigante, eine Statue aus Eisen und Zement, die Neptun repräsentiert und eine Terrasse trägt. Die Statue ist 14 Meter hoch und wiegt 170 Tonnen – gerne die Bilder und den Bericht in Ruhe genießen. In Monterosso haben wir zunächst unser Lokal besucht, bevor wir dann frisch gestärkt unsere Führung zu Ende gebracht haben. Abschließend gab es dann noch Eis oder ganz besonderes Zitroneneis, bevor wir mit dem Zug wieder nach Levanto zurückkehrten. Am Platz wurde das Erlebte beim Relaxen verarbeitet und später mit einer gemeinsamen Runde nett zu Ende gebracht.