Griechenland mit Korfu – Tag 17: Historische Eisenbahnfahrt Pilion – Folkloreabend

Am Morgen ging es mit dem Bus nach Ano Lechonia zum unteren Bahnhof der Schmalspurbahn. Ende des 19. Jahrhunderts begannen einige Eisenbahnpioniere, den Pilion mit Volos, der aufsteigenden Hafenstadt im Pagasitischen Golf, zu verbinden. Auf 600 mm Spurbreite kann man heute dank einiger Enthusiasten wieder die Fahrt riskieren, die zu Beginn bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die wirtschaftliche Entwicklung des Pilion beschleunigte. Jetzt ist es eine Attraktion für die Touristen. Neben der Erfahrung, wie früher gereist wurde, ist die Streckenführung an den Hängen des Pilion teilweise atemberaubend. Unser Zug fährt pünktlich ab und erreicht anderthalb Stunden später Milies. Mit 4 voll besetzten Waggons hatte er aber auch viel bis auf 450 m Höhe bergauf zu ziehen. Nach einem kurzen Spaziergang bringt uns der Bus nach Milies. Auf dem Weg zum Dorf legen wir natürlich an einer Bäckerei mit einheimischem Brot und Kuchen einen Stopp ein. Damit war das Sonntagnachmittag-Kränzchen gesichert. Milies im Pilion bietet neben seiner traditionellen Bauweise einen wunderbaren Blick auf den Pagasitischen Golf. Es gibt kleine Boutiquen, die abweichend vom Touristeneinerlei eigenständig gestaltete Accessoires, Haushaltskeramik und natürlich Souvenirs verkaufen. Den Nachmittag kann man wieder bei Sonnenschein vor dem Womo verbringen. Nach der Besprechung der beiden nächsten Fahrtage treffen wir uns im Restaurant des Camps. Dort genießen alle ein leckeres Essen der griechischen Gastronomie. Danach verzauberte uns eine Gruppe mit griechischer Folklore. Wir konnten nach unserem ersten Versuch nun unter Anleitung endlich wieder den Sirtaki tanzen. Es wurde ein schöner Abend, der sich trotz kühler Temperaturen bis in späte Stunden streckte. Jetzt freuen wir uns auf Delfi, Athen und die Peloponnes.