Griechenland mit Korfu ÖCC – Tag 23: Nafplio – Gythio

Heute hat man die Qual der Wahl. Welche Sehenswürdigkeit möchte ich besichtigen? Mykene, Monemvasia oder beides. Dann wären aber 320 Kilometer zu bewältigen und das tun sich heute nur Margit mit Freddy und Johanna mit Gernot an. Geschichtsinteressierte können beim Besuch der bedeutenden griechischen Ausgrabungsstätte Mykene eindrucksvoll Macht und Größe der mykenischen Kultur zwischen 1500 und 1200 v. Chr. nachempfinden. Wir kommen auf unserer Tagesetappe nach Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands in der Neuzeit. Wir folgen der Küstenstraße, bis wir in die Berge abbiegen. Wir fahren durch Leonidi, eingebettet zwischen Bergen und Meer, und starten unsere Passfahrt. Wir sehen das Kloster Elonis, hoch oben an der Felswand klebend. In Kosmas haben wir die Passhöhe von 1200 m ü. NN fast erreicht und gönnen uns zur Belohnung einen Kaffee. Nach 35 Kilometern müssen wir uns entscheiden, ob wir Monemvasia besuchen wollen oder direkt weiter Richtung Gythio fahren. Das traumhaft schöne Städtchen befindet sich auf einem 200–300 m hohen Felsen. Schon im 6. Jahrhundert zogen sich byzantinische Griechen gut geschützt auf diesen nur 1700 m langen und 300 m breiten Kalksteinklotz zurück. Sie errichteten ihre Stadtmauer mit nur einem Tor als Stadtzugang. Hoch oben und unsichtbar vom Festland bot Monemvasia ihren Bewohnern Schutz vor den Slawen und später Arabern. Ein Bummel durch die kleinen Gässchen, wenn auch stark tourismusgeprägt, ist ein Muss. Wir fahren zurück zur Hauptroute und kommen noch durch das schöne Städtchen Gythio, bevor wir unseren Campingplatz erreichen. Er ist wieder direkt am Meer gelegen und bietet einen Sandstrand. Das preiswerte Restaurant mit offenem Grill lädt auch hier zum Verweilen ein. Aber um 19 Uhr treffen wir uns kurz, um die nächsten beiden Tage zu besprechen. Helga und Hans steuern für alle Melone bei.