Frankreich – Tag 22: Montignac nach Lac de Chambon

An diesem Tag wechseln wir von der Region Nouvelle-Aquitaine in die Region Auvergne-Rhône-Alpes. Als erste Stadt auf unserer heutigen Route durchfahren wir Brive-la-Gaillard, mit rund 50 T Einwohnern. Übrigens: Frankreich hat 13 übergeordnete Regionen (in Europa) und fünf Regionen in Übersee. 96 Departements in Europa und fünf in Übersee sind die darunter liegenden Verwaltungsbezirke. Diese Departements haben Nummern, die sich auf den Autokennzeichen in dem rechten, kleinen blauen Bereich wiederfinden. Unsere Strecke führt uns von Montignac durch das Departement Dordogne über das Dep. Correz nach Dep. Puy-de-Dôme mit unserm Zielort, dem Lac de Chambon. Durch die wildschöne Landschaft der Dordogne geht es unter anderem nach Saint-Angel, einer Klosterkirche mit einem beachtenswerten Gebäudekomplex. Aus dem 12. Jahrhundert, neu erbaut im 15. und 16. Jahrhundert, thront sie auf einer Erhebung. Auf dem Weg zum Ziel kommen wir durch La Tour-d’Auvergne. Eine kleine Kirche, Eglise Saint-Pardoux, direkt an der Straße mit offener Türe, lädt uns ein. Sie ist ein bedeutendes Beispiel romanisch-gotischer Kirchenarchitektur. Sie wird oft auch als „kleine Kathedrale der Felder“ bezeichnet. Der älteste Teil stammt aus dem 12. Jahrhundert. Daneben sieht man beeindruckende Orgues Basaltiques (Basaltorgeln). Diese geologischen Formationen entstanden durch die rasche Abkühlung einer Lavaflut, die sich in charakteristische, prismatische Säulenstrukturen zurückzog. Beeindruckend ist auch immer wieder die Gestaltung der Kreisverkehre. Durch dichte Wälder, auf gut zu befahrenden Straßen, tauchen dann am Horizont die Vulkanausläufer des Massif Central auf. Die zu sehenden Vulkanreste sind oberirdische Zeugen tiefgreifender tektonischer Prozesse im Massif Central. Die Straße führt in großen Serpentinen bis auf 1149 m auf den Col de la Soer (Pass der Schwestern). Einige haben etwas abgekürzt und sind über den Col de la Croix Morand (1401m) gefahren. Auf dem weiteren Weg finden wir traumhafte Landschaften, bei denen sich viele Bäume mit Feldern abwechseln. Und immer wieder haben wir Ausblick auf die fantastische Vulkanlandschaft. Gelbe Ginsterbüsche säumen die Straße. Und dann sind wir am Ziel. Lac de Chambon. Der See ist ein sogenannter Vulkanstausee, der nach dem Ausbruch des Tataret-Vulkans entstand. Die Lava blockierte das Tal der Couze Chambon, wodurch das Wasser gestaut wurde und den heutigen See formte. Morgen steht ein Ruhetag an. Sonne ist angesagt und der See lädt zu einem Spaziergang ein. 4,5 km (Rundweg um den See) sollten nach vielen Kilometern und spannenden Erlebnissen für Entspannung sorgen.