Wir fahren heute Richtung Süden in die Region Kastilien-La Mancha, die Gegend von Don Quijote de la Mancha. Und wieder ändert sich das Landschaftsbild. Nach kurzer, unspektakulärer Fahrt auf der Autobahn erreichen wir das stolze Toledo in atemberaubender Lage.
Kurz nach Mittag starten wir mit dem Bus und unserer örtlichen Fremdenführerin zur Stadtbesichtigung. Zuerst umfahren wir die Stadt, die fast uneinnehmbar auf einem riesigen Granitfelsen gebaut wurde und an drei Seiten vom breiten Fluss Tajo (mündet bei Lissabon als Tejo in den Atlantik) umschlossen ist. Der Blick auf die Altstadt ist grandios. Bis 1561 war Toledo die Hauptstadt Spaniens, heute ist sie UNESCO-Weltkulturerbe.
Die wechselnde Herrschaft und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen (Juden, Christen, Mauren) haben Toledo zu Wohlstand und Macht verholfen. So besichtigen wir zuerst eine Werkstatt für Stahlklingen und für wertvolle Gold- und Silbereinlegearbeiten, wofür Toledo berühmt ist.
Den Mittelpunkt der Stadt, die auf 7 Hügeln erbaut ist, bildet die Plaza de Zocodover mit ihren schönen Arkadenhäusern. Von hier aus kann jeder die Stadt des berühmten Malers, Bildhauers und Architekten El Greco, auf eigene Faust erkunden. Hier wurde von den Nonnen auch das Marzipan erfunden und wird natürlich auch verkauft.
Nach der Freizeit besichtigen wir die mächtige fünfschiffige Kathedrale mit ihrer prunkvollen Innenausstattung und wertvollen Gemäldegalerie.
Den Abschluss bildet ein kurzer Rundgang durch die Altstadt mit ihren mächtigen Stadttoren, den engen Gassen und alten Bauwerken. Sie ist ein einziges Freilichtmuseum. Wir spazieren vom Judenviertel über das Christenviertel bis zum Araberviertel. Dominierend sind natürlich die Kathedrale, das Wahrzeichen der Stadt, und der Alcázar mit seinem viereckigen Grundriss und den mächtigen Ecktürmen.
Am späten Nachmittag bringt uns der Bus zum Campingplatz zurück. Bei strahlendem Sonnenschein ist jetzt Entspannung angesagt.


























































