Das Herz Spaniens II – Tag 26: Stadtbesichtigung mit königl. Reitschule und Sherry-Verkostung

Wir haben heute ein intensives, aber auch sehr interessantes Programm vor uns. Unser Guide zeigt uns Jerez de la Frontera. Diese Stadt an der Grenze der Gebiete, die von Christen und Mauren regiert wurden, war hunderte Jahre Spielball der verschiedensten Besetzer. In Jerez wohnen heute über 200 000 Einwohner. Aufgrund ihrer Geschichte ist das Stadtgebiet mit sehenswerten Gebäuden versehen, die wir bei einem Rundgang mit unserem Guide besichtigen. Dazu gehören der Alcázar, die Kathedrale und natürlich auch das Denkmal für den Onkel Pepe (Tio Pepe), der dem Gründer González Byass das nötige Kleingeld spendierte, um mit dieser Hausmarke eine der erfolgreichsten und meistverkauften Sherry-Marken der Welt zu schaffen. Nach einer kurzen Kaffeepause ist unser nächstes Ziel die Königlich-Andalusische Reitschule (Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre). In dieser Hofreitschule, an der in Form der Doma Clásica die klassische Reitkunst praktiziert und gelehrt wird, erleben wir eine 90-minütige Show der faszinierenden Dressurleistungen von Pferden. Diese tänzerischen Schrittfolgen der Pferde erfordern eine intensive Beziehung von Pferd und Reiter. Solche anmutigen Bewegungsabläufe wie der „spanische Schritt“ zeigen das natürliche Imponier- und Übermutverhalten des Pferdes und beeindrucken die Zuschauer. Nach dieser tiefgreifenden Vorführung der hohen Schule der Reitkunst, die das Pferd als Kunstwerk und das Reiten als Kunst versteht, besuchen wir die Bodega Fundador (Pedro Domecq), die die älteste Sherry-Bodega in Jerez ist. Sie wurde 1730 von Alvaro Domecq gegründet. Nach der Führung durch die El Molino, die Gründungsbodega aus dem Jahr 1730, sowie die monumentale Bodega La Mezquita, eine der größten der Welt, und das Museum in der Bodega de la Luz, wo der Fundador-Brandy geboren wurde, können wir verschiedene Sorten des Sherry-Weines und einen Brandy verkosten. Fast jeder verlässt die Bodega darauf mit Sherry-Wein. Zurück im Camp treffen wir uns zu unserer Teilnehmerbesprechung, um den vorletzten Fahrtag und den darauffolgenden Ruhetag zu besprechen. Nach dem Abendessen gibt es noch einige gemeinsame Runden, um diesen erlebnisreichen Tag Revue passieren zu lassen.