Das Herz Spaniens II – Tag 23: Cordoba – Sevilla

Unser heutiges Ziel ist zwar ein Campingplatz südlich der Hauptstadt der autonomen Region Andalusien. Aber wir fahren zunächst durch den Norden Sevillas hindurch und weiter nach Westen in die Provinz Huelva. Wir sind im Land der Entdecker Amerikas. Da kommt man an Kolumbus und seinen Bemühungen, Unterstützung für seine Idee, Indien auf dem westlichen Seeweg zu erreichen, nicht vorbei. Südlich der Stadt Huelva befindet sich an der Atlantikküste das Kloster La Rabida. Hier verwarf Kolumbus seinen Plan, Frankreich um finanzielle Mittel für seine Pläne zu bitten. Letztlich einigten sich das Königspaar Ferdinand II. und Isabella I. mit Kolumbus und er startete am 3. August 1492 in der Nähe von Huelva zu seiner ersten Entdeckungsreise. Wir können die Nachbauten der drei Schiffe von Christoph Kolumbus – La Santa María, La Pinta und La Niña – im Museumshafen Muelle de las Carabelas besichtigen. Eine mächtige Gedenksäule erinnert daran, dass von hier Seeleute unter Führung von Christoph Kolumbus aufgebrochen sind, um die Neue Welt zu entdecken. Auf dem Rückweg nach Sevilla fahren wir zunächst parallel zur Atlantiküste, um dann wieder ins Landesinnere abzubiegen. Wir passieren El Rocio, einen Wallfahrtsort, in dem die heilige Jungfrau von El Rocio (Blanco Paloma – weiße Taube) verehrt wird. Durch die kaum befestigten Straßen, die hauptsächlich von Pferdefuhrwerken befahren werden, und den Baustil der Gebäude hat man den Eindruck, sich in einer Westernstadt zu befinden. Nachdem im Camp alle ihren Platz gefunden haben, treffen wir uns am Abend zu einer Geburtstagsfeier. Ein Teilnehmer unserer Reisegruppe hat eingeladen und wir erleben gemeinsam einen vergnüglichen Abend, der bis weit in die Nacht mit Lachen gefüllt ist.