Das Herz Spaniens II – Tag 22: Cordoba – Stadtbesichtigung

Cordoba gehört zu dem Dreigestirn der wichtigsten Städte Andalusiens. Als ehemalige Hauptstadt des spanischen Kalifats mit 300.000 Einwohnern, mehr als heute, bietet sie für die Geschichte Spaniens, aber auch für den interessierten Touristen einmalige Erkenntnisse. Nachdem uns ein Bus zur Puente Romano gebracht hat, einer römischen Brücke, erbaut 45 v. Chr. und nach 2071 Jahren durch die Instandhaltung der maurischen Kalifen ausgezeichnet erhalten, beginnt unsere Führung auf der anderen Seite des Guadalquivir mit der Besichtigung der Mezquita-Kathedrale (UNESCO-Weltkulturerbe). Diese Symbiose aus islamischer und christlicher Vergangenheit übertrifft mit ihrer Größe von 180 m × 130 m den Petersdom. Die ursprüngliche Moschee wurde in der Zeit des Kalifats ständig erweitert und somit zu einer der größten der Welt. Nach dem Sieg über die Mauren war es Karl V., der in die Moschee im 16. Jhd. eine Kathedrale einbauen ließ. Obwohl er es später wohl bedauerte, ist dieses Ensemble einmalig auf der Welt. Nach dieser eindrucksvollen Besichtigung spazierten wir durch die engen Gassen und Gässchen mit ihren vielen Geschäften, u. a. auch durch das jüdische Viertel. Es war danach Freizeit angesagt und die andalusische Küche fand neue Anhänger. Wer den Empfehlungen der Bruderschaft des Bullenschwanzes folgte, erhielt eine vorzügliche Kostprobe dieser Cuisine. Am frühen Abend trafen wir uns zu unserer Teilnehmerbesprechung. Unser nächstes Ziel ist Sevilla. Morgen haben wir eine lange Tour vor uns und das Wetter verspricht nichts Gutes für den Abend und die Nacht. Deshalb war heute das Womo der Zufluchtsort.