Das Herz Spaniens II – Tag 14: Burgenrundfahrt und Segovia

Wir bleiben in El Escorial. Wer möchte, kann heute jedoch eine Burgenrundfahrt unternehmen. Der erste Besichtigungspunkt ist das Valle de los Caídos (das Tal der Gefallenen). Von Franco initiiert, dient diese Anlage heute der Anerkennung, dem Gedenken und der Ehrung aller Opfer des spanischen Bürgerkrieges von 1936 bis 1939. Die Besichtigung kann jedoch auch auf den nächsten Fahrtag nach Madrid verschoben werden. Das schafft Zeit für die anderen Besichtigungen. Zunächst geht es jedoch in die Sierra de Guadarrama. Wir müssen nicht über den höchsten Berg, den Penalara mit 2.430 m, aber der Pass Puerto De Navacerrada fordert mit 1.868 m auch einiges vom Fahrzeug, vor allem von den Bremsen, als es wieder bergab geht. In Real Sitio de San Ildefonso (La Granja) besichtigen wir den Königlichen Palast mit seinen riesigen Gartenanlagen. In dieser Sommerresidenz, mit mehr als 1200 m über dem Meeresspiegel, ertrugen die spanischen Könige und ihre Gefolgschaft den Sommer besser als im heißen Madrid. Die ständige Erweiterung der ursprünglichen Wallfahrtskapelle führte letztendlich zum spanischen Versailles. Wir fahren weiter nach Segovia. Das riesige Aquädukt aus der Zeit des römischen Imperiums führte jahrhundertelang frisches Quellwasser aus den 17 km entfernten Bergen in die Stadt. Es gilt heute als das besterhaltene Zeugnis römischer Architektur auf der iberischen Halbinsel. So viele Berg- und Talfahrten und Besichtigungen machen Appetit. Segovia ist bekannt für seine Cochinillos. Dieser Spanferkelbraten mit seinem saftigen Fleisch und der zarten, knusprigen Haut schmeckt nicht nur ausgezeichnet. Er macht auch aufgrund seiner schieren Größe mehr als satt. Nicht umsonst ist er ein fester Bestandteil des gastronomischen Erbes von Segovia. Am Abend findet man sich wieder zu gemeinsamen Runden zusammen.