Wir wollen heute Salamanca, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und seit 1988 Weltkulturerbe, kennenlernen. Natürlich sind wir nicht nur neugierig auf die Sehenswürdigkeiten, sondern auch auf das Leben in der Universitätsstadt Salamanca mit jährlich mehr als 40.000 Studenten. Wir starten unsere Führung durch die Altstadt an der Puente Romano, einer Brücke, die von den Römern über den Rio Tormes gebaut wurde. Wir spazieren durch die engen Gassen der Altstadt zum Gebäudekomplex der alten (12. Jhd.) und neuen Kathedrale (16. Jhd.). Die beiden nebeneinander liegenden Kathedralen kann man nicht an einem Tag erschließen. Wir haben jedoch eine sachkundige Führerin, die uns mit viel Humor interessante Details am Äußeren und im Inneren zeigt. Dazu gehört u. a. auch ein Astronaut, der sich in den Steinmetzarbeiten der Fassade verbirgt. Über die prachtvolle Gestaltung des Kirchenraumes, der figurenreichen Altäre der 20 Kapellen und des Chorgestühls kann man nur staunen. Auch der Hochaltar in der alten Kathedrale ist ein Meisterwerk gotischer Bildgestaltung. Der jüngste der drei Brüder Delli erlaubte sich bei der Darstellung des Jüngsten Gerichtes, zwei Büßer auf dem Weg in die Hölle mit der Mitra eines Kardinals und eines Bischofs zu malen. An der wunderschönen Fassade der La Rana de Salamanca entdecken wir dann das Maskottchen der ältesten Universität Spaniens, gegründet 1218. Auf einem Totenschädel sitzt ein Frosch, der der Legende nach Glück bringen soll. Auf dem Weg zum schönsten Platz Spaniens, dem Plaza Mayor, auf dem früher u. a. Stierkämpfe abgehalten wurden, sehen wir neben dem Muschelhaus noch viele andere interessante Gebäude in der Altstadt. In der freien Zeit genießen wir den Trubel der Stadt und die beginnende Vorbereitung des Lunes de Aguas. Viele Studenten und junge Menschen versammeln sich am Ufer des Flusses, um mit einer Hornazo de Salamanca das Ende der Fastenzeit zu feiern. Zurück im Camp genießen wir den Nachmittag und Abend vielleicht auch mit einer Hornazo de Salamanca.




















