Am letzten Tag unserer gemeinsamen Reise wartet die Stadtbesichtigung von Danzig auf uns. Noch einmal werden wir von einem Bus abgeholt und wir lernen unseren heutigen Fremdenführer Andreas kennen. Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel, der Kathedrale von Oliwa, in der die größte Orgel Polens steht, erhalten wir von Andreas schon viele Informationen über Sopot, Danzig und Polen. In der Kathedrale erleben wir bei einem kleinen Konzert die enorme Klangfülle der Orgel mit ihren rund 8000 Orgelpfeifen und beweglichen Figuren.
Von der Kathedrale aus fahren wir weiter in Richtung der Altstadt von Danzig. Auf dem Weg dorthin sehen wir die ehemalige Lenin-Werft, in welcher der spätere Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa als Elektriker gearbeitet hatte. Hier streikten im August 1980 17.000 Werftarbeiter 17 Tage lang und erzwangen damit die Gründung der unabhängigen Gewerkschaft „Solidarnosc“, der ersten in einem Land des damaligen Ostblocks. Der Anfang vom Ende wurde dadurch eingeläutet. Wir fahren vorbei am Denkmal für die bei den Unruhen erschossenen Werftarbeiter und sehen auch das Wohnhaus von Lech Wałęsa. In der Altstadt angekommen, zeigt uns Andreas das wieder aufgebaute Danzig. Während des 2. Weltkriegs wurden rund 90 % zerstört. Wir sehen das grüne Tor, das Krantor, den langen Markt, den Neptunbrunnen und natürlich auch die Marienkirche, die größte Backsteinkirche der Welt mit ihrer astronomischen Uhr.
Nach dem Rundgang finden wir uns in dem Restaurant ein, in dem wir heute unser Abschiedsessen zu uns nehmen, denn unsere Schnuppertour endet heute. Zum ersten Mal kommt ein bisschen Wehmut auf, doch das Essen schmeckt trotzdem sehr gut. Wir verbringen danach noch etwas Freizeit in Danzig, dann kehren wir zu unserem Campingplatz zurück. Schließlich wollen wir noch richtig Abschied voneinander nehmen. Ein letztes Mal sitzen wir zusammen, Rainer lässt die letzte Woche noch einmal Revue passieren und wir stoßen noch einmal auf diese schöne gemeinsame Zeit zusammen an. Freundschaften wurden geschlossen und man will in Verbindung bleiben, die ersten Verabredungen wurden getroffen, also besser kann es nicht sein. Es war eine wirklich schöne gemeinsame Zeit die wir zusammen verbracht haben.













































