Baltikum – Tag 9: Aglona (LV) – Voru (EST)

Ganz so schlimm wie befürchtet verlief die vergangene Nacht dann doch nicht. Es stürmte ein bisschen, regnete teilweise sehr kräftig, es gab ein paar Blitze, Donner und Wetterleuchten. Also alles halb so wild. Der heutige Morgen präsentiert sich wieder sonnig, aber nicht heiß. Wir fahren von unserem Camp ab und begeben uns auf unsere Strecke. 260 km sind heute zu bewältigen. Manch einer hält unterwegs auch gerne etwas länger an unscheinbaren Orten an und frischt seinen Vorrat an Lebensmitteln auf: In den hiesigen Wäldern gibt es jede Menge Pilze und gerade jetzt ist die Zeit für Pfifferlinge. Ansonsten führt uns der Weg am Christkönigsberg vorbei. Auf dem Gelände stehen eine alte Holzkirche, ein Paradiesgarten und rund 500 Statuen zu biblischen Themen. Alles mit viel Liebe angelegt, eine Stätte, die zum Spazierengehen einlädt. Weiter auf dem Weg sehen wir in Rekzene das Befreiungsdenkmal, das Wahrzeichen und Symbol für die Unabhängigkeit Lettlands. In Aluksene, gelegen am Aluksene-See, dem elftgrößten See Lettlands, kann man über eine Holzbrücke auf die im See gelegene Burginsel gehen und diese erkunden.


Der Wechsel von Lettland nach Estland vollzieht sich fast unmerklich. Danach bietet es sich an, in Voru vom dortigen Aussichtsturm die Aussicht zu genießen. Bei gutem Wetter beträgt die Sichtweite hier bis zu 50 km. Unser Campingplatz für die heutige Nacht ist auch wieder sehr schön gelegen, allerdings ist der Rasenboden ziemlich weich. Wir passen also etwas besser auf, wo und wie wir unsere Fahrzeuge abstellen. Das Restaurant des Platzes ist heute geöffnet, und so haben wir die Möglichkeit, die dortige sehr gute Küche zu probieren. Es hat sich gelohnt. Nach unserer Besprechung suchen wir dann einer nach dem anderen das jeweilige Wohnmobil auf und beenden den Abend.