Etwas mehr als 300 km Fahrt liegen heute auf dem Weg nach Danzig vor uns. Da es auf dem Weg aber viel zu sehen gibt, brechen viele schon etwas früher als sonst auf. Zuerst wird es am Oberland-Kanal interessant. Ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst wartet hier auf uns. Von 1844 bis 1860 gebaut, funktioniert es noch heute. Schiffe, die im Wasser auf eine Art Waggon gesetzt werden, überwinden hier auf einer Strecke von 10 km, über 5 sogenannte Rollberge, einen Höhenunterschied von rund 100 Metern. Der gesamte Vorgang findet nur mittels Wasserkraft statt. Einmalig anzusehen und die Mitfahrt auf einem Schiff auf dieser Passage ist ein einmaliges Erlebnis.
Am Oberland-Kanal liegt auch die Stadt Elblag, heute mit ungefähr 115.000 Einwohnern, die im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, die gesamte Bausubstanz zu 60%, die der Altstadt zu über 90 %. Bis heute wird am Wiederaufbau der Altstadt gearbeitet. Heute war Markttag, einfach nur schön.
Weiter Richtung Danzig führt uns die Strecke nach Malbork, früher Marienburg, mit seiner gleichnamigen Burg. Von 1309 bis 1457 war sie Hauptsitz des Deutschen Ritterordens, ist eine der mächtigsten Festungsanlagen Europas und seit 1997 UNESCO‑Weltkulturerbe. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage durch Beschuss der russischen Streitkräfte stark zerstört und die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden dauern bis heute an. Aber eine Besichtigung ist absolut lohnenswert.
Das Ziel des heutigen Tages ist der Campingplatz in Sopot, der Nachbarstadt von Danzig. Wer wollte, besuchte noch den dortigen schönen Sandstrand, doch am Abend trafen wir uns wieder zu einer gemütlichen Runde zusammen. Morgen sehen wir uns Danzig an.


































