Der Bus kommt heute um 09.00 Uhr zu uns und auch Hanna, unsere Fremdenführerin, trifft in der Zeit ein. Der erste Punkt, den wir ansteuern, ist die Wallfahrtskirche „Heilige Linde“. Auf der Fahrt dorthin erzählt Hanna uns einige Geschichten, die über diesen Ort und diese Kirche erzählt werden. Ebenso erfahren wir viel über Masuren, seine Seen, sein Land und seine Leute. Die Kirche selbst ist einfach prachtvoll, und das Orgelkonzert, welches wir erleben, ist viel zu kurz. Aber schön. Auch der Anblick der sich während des Spiels bewegenden Figuren ist und bleibt unvergesslich.
Der nächste Punkt ist die Wolfsschanze, das ehemalige Führerhauptquartier Adolf Hitlers in Ostpreußen, bis die Anlage im Januar 1945 von den Deutschen selbst zerstört wurde. Ein äußerst sachkundiger lokaler Guide erklärt uns die Anlage, zeigt uns eine Reihe ehemaliger Bunker, darunter auch die Lagebaracke, in der Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das misslungene Attentat auf Hitler verübte. Den mutmaßlichen Grund für das Misslingen erfuhren wir auch. Das ganze Areal, tief im Wald gelegen, in dem sich früher dauerhaft über 2.100 Personen aufhielten, wirkt ziemlich beklemmend. Nach dem Ende der Besichtigung bleibt noch etwas Zeit, sich Rastenburg anzusehen, dann geht es zurück zum Campingplatz. Am Abend findet unsere letzte Fahrtagsbesprechung dieser Reise statt, dann geht auch dieser Tag gemütlich zu Ende.






















