Baltikum – Tag 17: Stadtbesichtigung Riga

Gestern besuchten einige von uns die Stadt schon auf eigene Faust, heute haben wir unsere Stadtführung durch Riga. Für Riga gibt es einige Beinamen, so z.B. „Hauptstadt des Baltikums“ oder „Paris des Nordens“. Wird eine Stadt so bezeichnet, dann muss an ihr schon etwas besonders sein. Unsere Fremdenführerin für den heutigen Tag heißt Inese. Der Bus holt uns um 08.45 Uhr ab, fährt uns in die Innenstadt von Riga und Inese steigt unterwegs zu. Wie viele andere auch hatte sie heute Morgen Probleme mit dem starken Verkehr, weiß aber damit umzugehen. Sie erzählt uns gleich am Anfang viele Anekdoten über das Leben in Riga, über die Einwohner der Stadt und über die Lebensbedingungen. Das Wetter ist sonnig und warm, und auf dem Weg Richtung Altstadt sieht man schon, wie schön und sauber Riga ist. Wir fahren über die Vansu-Brücke, die über die Daugava führt, verlassen den Bus nahe dem Opernplatz, gehen durch einen Park Richtung Universität, sehen das Freiheitsdenkmal „Milda“, die berühmte Laima-Uhr, und Inese erklärt uns alles in humorvoller Art aus ihrer Sicht. An den Gildehäusern, dem Dom, der Jakobi-Kirche, dem alten Rathaus und dem Schwarzhäupterhaus (einem Zunfthaus der unverheirateten deutschen Kaufleute vergangener Tage), machen wir Halt und bekommen nette und unterhaltsame Geschichten darüber erzählt. In einem Souveniershop im Schwarzhäupterhaus kosten wir das bekannteste Getränk der Stadt, den Rigaer Balsam, dann gehen wir noch etwas alleine durch die Stadt.


Unser Mittagessen nehmen wir im Anschluss an die kurze Freizeit in einem sehr guten Restaurant ein. Ein hervorragendes 3‑Gänge‑Menü wird uns serviert, bei dem vor allem der Dessertteller begeisterte.


Nach dem Essen haben wir nochmals rund 1,5 Stunden Zeit, die Innenstadt auf eigene Faust zu entdecken. Dann steigen wir wieder in den Bus ein und werden eine kurze Strecke zum Jugendstil-Viertel gefahren. Nirgendwo auf der Welt findet man so viele Jugendstil-Häuser wie in Riga, (ca. 800), über 20 davon gehen alleine auf den russischen Architekten Michael Eisenstein zurück. Wir sehen auch die russische Botschaft und wie beliebt der jetzige Präsident bei der Bevölkerung von Riga ist.


Doch Riga hat noch mit einem weiteren Highlight aufzuwarten: den Markthallen. Beheimatet in ehemaligen Zeppelin-Hallen sind sie die größten in Europa. Hier einzukaufen ist ein besonderes Erlebnis.


Leider ist unsere Stadtbesichtigung auch schon vorbei. Inese begleitet uns bis zu unserem Stellplatz, dann verabschieden wir uns voneinander. Da pünktlich zu unserer abendlichen Besprechung Regen einsetzt, halten wir diese unter einem Pavillon ab, dann ziehen wir uns in unsere Wohnmobile zurück. Der Tag hatte es in sich.