Es herrscht heute wieder Reisewetter, sonnig, nicht zu heiß und kein Regen. Ideal für alle Unternehmungen auf und neben der Straße. Wir verlassen den Waldcampingplatz und zuerst führt uns unser Weg nach Pärnu. Hier kann man nicht nur gut einkaufen, auch die älteren Stadtteile mit ihren Jugendstilvillen sind sehenswert. In Häädemeeste, der Ort war früher berühmt für den Bau von Segelschiffen, fahren wir auf die Küstenstraße, um auf dieser bis zur Grenze zu fahren. Im letzten Jahr wurde die Asphaltdecke komplett erneuert und man kommt gut vorwärts. Wer will, kann sich im Ort auch noch 2 schöne Kirchen ansehen, eine orthodoxe und eine evangelische, beide aus den 1870er Jahren. Auf der Küstenstraße bietet sich natürlich oft die Möglichkeit, auf einem der großen Parkplätze anzuhalten, das Meer zu bewundern, zu essen oder etwas zu besichtigen, wie z. B. einen Naturlehrpfad mit Aussichtsturm hinter Jaagupi. Den Grenzübergang von Estland nach Lettland realisiert man kaum. Würde man nicht wissen, dass hier eine Grenze ist, man würde sie nicht bemerken. Die Landschaft ist weiterhin einfach nur schön.
In Dunte muss natürlich das Münchhausen-Museum besichtigt werden. Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen lebte 6 Jahre in Dunte, zusammen mit seiner Ehefrau Jacobine, die auf dem Gutshof von Dunte geboren wurde. Danach zogen beide nach Bodenwerder im jetzigen Niedersachsen, den Ort, an dem der Lügenbaron geboren wurde und später auch starb. Im Museum findet man die schmeichelhaftere Bezeichnung „Improvisationstalent“. 46 Jahre lebten beide zusammen. Das Museum und der Park erinnern an den Adligen.
In Laucu kann, wer will, am Strand einen 4‑mtr. großen Findling bewundern, dann erreichen wir auch schon Riga, die „Hauptstadt des Baltikums“, und unseren Stellplatz in der Stadt. Um mehr Zeit für die Stadt zu haben, verzichten wir heute auf unsere tägliche Besprechung.


































