Die Reise geht weiter und deshalb müssen wir heute das schöne Camp am Peipus-See wieder verlassen. Aber der Fahrtag ist mit 110 km relativ kurz. Auf dem Weg nach Toila durchfahren wir den kleinen idyllischen Ort Mustvee, der entstand durch die Einwanderung der Altgläubigen aus Russland. Viele Möglichkeiten, am Straßenrand Fisch, Gemüse oder Pilze zu kaufen, sehen wir, und es wird auch rege Gebrauch davon gemacht. Ein weiterer Abstecher führt uns zum Kloster Kuremäe. Die gepflegte Anlage mit ihren Kirchen, Türmen und der Heilwasserquelle ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In Jöhrvi werden die Einkaufsmöglichkeiten genutzt, um für die morgige Campertafel einzukaufen. Narva, die Grenzstadt zu Russland am gleichnamigen Fluss, wird von vielen angefahren, denn unser heutiges Ziel in Toila ist nur ungefähr 45 km von dort entfernt. Und einen Besuch ist die Stadt allemal wert. Allein die beiden gegenüberliegenden Festungen, die Hermannsfeste auf estnischer und die Festung Iwangorod auf russischer Seite, sind imposant. Noch heute gehören etwa 95 % der Einwohner Narvas zur russischsprachigen Minderheit in Estland. Und der Blick über den Fluss nach Russland, eigentlich nur ein paar Meter, löst schon etwas Befremden aus.
Auf unserem Campingplatz in Toila treffen wir alle dann wieder zusammen. Nach den etwas längeren Fahrstrecken der letzten Tage treten wir heute und morgen etwas kürzer. Am Abend sitzen wir dann noch gemütlich zusammen und tauschen uns über das bisher Gesehene und Erlebte und noch so manch anderes aus. Es war wieder schön.























