Balkan – Tag 20: Busausflug Bogove Wasserfall und Osumi-Canyon

Ein weiterer Tag mit wunderschönem Wetter, ein weiterer Ausflug in die wunderbare Natur Albaniens. Der Bus holt uns an unserem Campingplatz in Berat ab und fährt uns in Richtung unseres ersten Zieles, dem Bogove-Wasserfall. Ungefähr 1,5 Stunden fahren wir durch die Bergwelt, unter anderem auch durch kleine, versteckt liegende Ortschaften, die dafür bekannt sind, zu sozialistischen Zeiten die Waffenschmiede Albaniens gewesen zu sein. Zur Lagerung dienten in den Berg gehauene Stollen. Schließlich erreichen wir den angestrebten Parkplatz, dann gehen wir die restlichen 2,5 km zu Fuß zum Bogove-Wasserfall. Bei Temperaturen über 35 °C keine leichte Angelegenheit. Es geht auf und ab und Schatten ist kaum vorhanden. Als wir ankommen, bestaunen wir die jungen Leute, die hier bei Wassertemperaturen von ca. 6 °C ins Wasser gehen. Der Wasserfall selbst ist etwas dürftig, und wir erfahren von unserem Guide, dass die Flüsse in Albanien in den letzten Jahren immer weniger Wasser führen.


Wir ruhen uns etwas aus, lassen uns das köstliche kalte Gebirgswasser schmecken, dann treten wir langsam den Rückweg zu unserem Bus an. Der Osumi-Canyon wartet noch auf uns. Während uns der Bus wieder über enge Straßen durch die Berge fährt, erzählt uns unser Guide einige Geschichten aus dem Alltag der Albaner in früheren Zeiten, über Gastfreundschaft, Schwüre, Eheversprechen und darüber, warum von den ca. 8 Mio. Albanern nur etwa 3 Mio. in Albanien selbst leben. Dann erreichen wir auch die verschiedenen Aussichtspunkte. Es heißt, dass der Canyon über einen Zeitraum von 2–3 Mio. Jahren durch Wassererosion erschaffen wurde. 26 km ist der Canyon lang, der „Grand Canyon“ Albaniens. Einige Felsformationen haben auch fantasievolle Namen, wie z. B. Kathedrale, Auge oder Teufelstor. Dann erreichen wir einen Punkt, auf den wir uns schon freuen: die Mittagsrast mit einem guten Essen und, heute besonders geschätzt, kalten Getränken.


Von hier geht es dann wieder in den Bus und nach 1,5 Stunden erreichen wir wieder unseren Campingplatz. Wir alle wissen und merken, was wir heute geleistet haben, deshalb fällt das abendliche Beisammensein auch etwas kürzer aus. Jeder ist heute froh, etwas Ruhe zu haben.