Der heutige Tag hat es in sich. Uns erwartet nicht nur ein volles Programm, sondern auch hohe Temperaturen. Um 09.00 Uhr holt uns der Bus zusammen mit unserem Guide Klyde vom Campingplatz ab. Er erklärt uns gleich am Anfang, dass die Albaner eigentlich das Urvolk, die Indianer des Kontinents seien, wie weit die Wurzeln der Kultur und der Sprache zurückliegen, wie eng das Verhältnis mit Deutschland und Österreich ist und dass Franz-Josef Strauß zu sozialistischen Zeiten mit seiner Familie in Albanien Urlaube verbracht hat. „40 Jahre lang wurde das Land von einem Verrückten regiert und das Land und die Leute haben sehr stark gelitten“, das hören wir heute mehr als einmal. Erstaunlicherweise spricht unser Guide den Namen des ehemaligen Staats- und Parteichefs der Sozialistischen Volksrepublik Albanien, Enver Hodscha, der von 1946 bis 1985 an der Macht war, nie aus. Als wir in Tirana den Bus gegen 10.30 Uhr verlassen, zeigt das Thermometer 36 °C an. Klyde führt uns durch die Stadt, zeigt uns den Skanderbek-Platz, benannt nach d e m albanischen Volkshelden, erklärt uns umliegende Gebäude, unter anderem auch eine kleine Moschee. Dann kommen wir in den ehemals verbotenen Teil der Stadt, in dem die politische Elite wohnte. Sieht man sich die umliegenden Neubauten an, hat man das Gefühl, als wollten die Architekten mit ihren Gebäuden die gewonnene Freiheit dokumentieren. Zur Mittagszeit stoppen wir dann in einem kleinen Straßencafé. Der Körper braucht Flüssigkeit und die Füße etwas Ruhe.
Nach der kurzen Pause geht es wieder zurück zu unserem Bus. Die Klimaanlage ist schon eine großartige Erfindung. Wir fahren weiter nach Kruje, um das dortige kleine Museum des Volkshelden Skanderbek zu besuchen und im Anschluss daran noch etwas durch den Basar zu schlendern. Dann fahren wir zurück zum Campingplatz und verabschieden uns dort von unserem Fahrer und unserem Guide.
Um 18.30 Uhr findet dann unser gemeinsames Abendessen im Restaurant des Platzes statt. Mit Blick auf das Meer nehmen wir unser bestelltes Menü zu uns, besprechen noch den nächsten Tag und lassen den Tag bei einem wiedermal herrlichen Sonnenuntergang ausklingen.















































