Heute haben wir die Wahl zwischen zwei Routen. Eine über die Berge, vorbei an Staudämmen und traumhaften Landschaften, aber mit fahrerischen Ansprüchen wegen vieler Serpentinen und endloser Tunnel. Die andere Route auf den gewohnten vierspurigen Schnellstraßen über Erzurum, jedoch auch vorbei an reizvollen Landschaften und ebenfalls durch längere Tunnel. Die Mehrheit der Teilnehmer entscheidet sich für Route 1. Diese beginnt bei Sonnenschein auf zweispurigen Straßen in Höhen über 2000 m, umgeben von schneebedeckten 3.000dern. Wir erreichen den Stausee des Ayvali Staudamms und stellen an den Rändern des üblichen Wasserstandes fest, dass das Becken höchstens zur Hälfte gefüllt ist. Auch hier wird deutlich, dass die Türkei ein trockenes Frühjahr und einen trockenen Sommer hinter sich hat. Trotzdem gibt es noch viele Fischzuchtanlagen auf dem See. Danach können wir in mehreren endlos erscheinenden Tunneln die türkische Straßenbaukunst bewundern. Auch die weiteren Stauseen zeigen einen deutlichen Niedrigstand des Wasserpegels. Nachdem wir das armenische Bergland endgültig verlassen haben, geht es nach Norden an das Schwarze Meer. Weitere Tunnel folgen mit interessanter Innenbeleuchtung. Wir erreichen die D-010, die mit über 1.400 km bis nach Istanbul längste Küstenstraße der Türkei. Nach einer kurzen Strecke wieder landeinwärts sind wir dann endlich an unserem CP in Sumela. Dort treffen wir auf den Rest der Gruppe, die ebenfalls von ihrer Strecke begeistert war. Unser Ovit-Tunnel mit 14.346 m Länge konnte jedoch nicht überzeugen. Sie sind durch den Yeni-Zigana-Tunnel, mit 14.467 m längster Tunnel der Türkei, nach Sumela gekommen.
























