Eigentlich war an diesem Tag geplant, den 2.150 m hohen Nemrut Dagi zu besteigen. Doch die Wetterprognose für den späteren Nachmittag war so schlecht, dass wir diesen Aufstieg auf den nächsten Tag verschieben und heute mit dem Bus lieber die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung unseres CP erkunden wollen. Dazu gehört der Atatürk-Staudamm. Er staut den Euphrat und ist der erste und größte der 22 Staudämme des Südostanatolien-Projektes. Durch die neuntgrößte Staumauer der Welt und eine Wasserfläche, die 1,5-mal so groß wie der Bodensee ist, ist der Anblick gewaltig. Als zweites Ziel unserer Rundreise steht die antike Stadt Perre auf unserem Programm. Perre wurde auf einem felsigen Hügel errichtet. Die Felsen wurden von den Menschen dieser Zeit geformt und in die Architektur der Stadt integriert. Als eine der fünf größten Städte des Kommagene-Königreiches nähern wir uns bei der Besichtigung schon mal dem Verständnis der monumentalen Kombination aus Heiligtum und Grabstätte auf dem Nemrut Dagi des Königs Antiochos I. von Kommagene, welches wir nun am morgigen Tag besichtigen werden. Unsere Weiterfahrt führt uns zurück an den Atatürk-Stausee in ein Restaurant. Dort zeigt man uns die fertig vorbereiteten Speisen von Forelle bis Kebab und wir dürfen auswählen, was davon auf den Grill soll. Nach diesem leckeren Essen mit Blick auf den Stausee geht es zu einer weiteren Sehenswürdigkeit des Kommagene-Königreiches. Der Grabhügel Kaiseradler – Karakus – ist ein Hierothesion für weibliche Angehörige des Königshauses von Kommagene, ein künstlich aufgeschütteter Tumulus aus Schottersteinen von etwa 35 m Höhe und einem Durchmesser von etwa 110 Metern. Nach der Besichtigung wird es leider schon dunkel, sodass wir den Besuch der Cendere-Brücke auf den nächsten Tag verschieben. Zurück im CP sind Abendessen und individuelle Abendverbringung angesagt.



















