Portugal II – Tag 12: Busausflug Sintra und Pena

Heute erleben wir etwas, was schon lange nicht mehr zu sehen war: einen bedeckten Himmel. Zwar immer noch 20 °C, so warm wie auch die gesamte Nacht war, aber die strahlende Sonne ist nicht mehr vorhanden. Unsere Fremdenführerin Rosmarie holt uns um 08.30 Uhr ab, damit wir vor dem großen Andrang die Paläste besichtigen können. Sintra ist eine zauberhafte Stadt inmitten der Sierra de Sintra. Früher verbrachten hier die Mitglieder des portugiesischen Königshauses sowie der Adel ihre Sommerfrische. Wir beginnen unsere Besichtigung mit dem Palacio Nacional de Sintra. Schon die beiden konischen Schornsteine der Palastküche fallen auf. Vom 14. bis zum 19. Jahrhundert war der Palast königliche Sommerresidenz. Die beim Erdbeben von 1755 zerstörten Teile des Palastes wurden weitgehend im alten Stil rekonstruiert. Die verschiedenen Säle des Gebäudes sind wirklich imposant.


Von dem Palast in Sintra werden wir zum Fuß des portugiesischen Neuschwanstein gefahren, des Palacio Nacional da Pena. Dabei wurde König Ludwig II. von Bayern eigentlich durch den Palast von Pena zum Bau von Neuschwanstein inspiriert. Das Schloss wurde nach 1840 auf den Ruinen eines Klosters errichtet. Die Innenräume des Palastes sind originalgetreu so eingerichtet, wie sie im Jahr 1910 aussahen. In diesem Jahr musste der portugiesische Adel vor der Revolution nach Brasilien flüchten.


Nach Ende der Besichtigung haben wir alle Hunger und Durst. Wir gehen zu unserem Restaurant und freuen uns auf das 4-Gänge-Menü, das dort auf uns wartet. Nicht zu Unrecht.


Die Rückfahrt zum Campingplatz erfolgt über Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands. Leider ist es heute so neblig, dass man eigentlich überhaupt nichts sieht. Weiter über Cascais und Estoril, die Orte, in denen die Reichen des Landes zu finden sind, fahren wir zu unserem Campingplatz. Einigermaßen erschöpft, lässt dann jeder für sich bei Regen den Tag in seinem Wohnmobil ausklingen.