Heute Nacht hat es angefangen zu regnen. Der Regen wird uns mit Windböen den ganzen Tag begleiten, dazu um die 11 Grad, also richtig grauenhaft. Bevor wir losfahren, muss erst einmal ein Problem gelöst werden. Eine SAT-Antenne lässt sich nicht mehr einfahren. Mit Geduld und vereinten Kräften können wir das Problem beheben. Danach können wir starten – immer gen Norden, die Ostsee immer rechts von uns. An sich eine schöne Landschaft, in der sich grüne Wälder und tiefblaue Seen ständig abwechseln. Jedoch ist heute alles grau in grau.
Wir erreichen Lövånger Kyrkstad (Kirchenstadt), eine weitere Besonderheit und Sehenswürdigkeit in Schweden. Mehr als 70 Kirchenstädte bildeten sich im 18. Jhd. in dünn besiedelten Gegenden um Kirchen herum, um bei der An- und Abreise zum Kirchgang in den kleinen Häuschen übernachten zu können, Handel zu treiben und Informationen auszutauschen. Heute dienen sie ähnlichen Zwecken: dem Tourismus und besonders zu Trauungen. Die Hochzeitsgäste übernachten in den renovierten Holzhäusern. Romantischer geht es nicht.
Immer wieder gibt es schöne Eindrücke an der Strecke.
Schließlich erreichen wir Luleå, wichtigster Hafen für den Erzexport und umgeben von ca. 700 hübschen Schäreninseln. Wir sind fast am nördlichen Ende des Bottnischen Meerbusens angekommen, aber immer noch nicht am nördlichsten Punkt unserer Reise. Immerhin: Sonnenuntergang um 0:10 Uhr – Sonnenaufgang um 1:00 Uhr! Es wird nicht mehr dunkel! Ein gigantisches Erlebnis: Mittsommernacht!
Unsere tägliche Besprechung haben wir aufgrund der Wetterprognose gestern vorgezogen, sodass jeder den Abend im warmen Wohnmobil verbringen kann.






















