Über diese berühmten fünf Dörfer, die wir heute als KUGA Gruppe gemeinsam mit unserem exzellenten Guide besuchen durften, könnte man ganze Bildbände füllen. Es gibt unzählige Ansichten und Details zu entdecken und zu fotografieren. Daher machten wir uns bereits um 08.45 Uhr auf den Weg zum nahe gelegenen Bahnhof. Dort haben wir unseren Guide Silvia mit ihrer „Sonnenblume“ getroffen. Man kann die einzelnen Orte von Cinque Terre sehr gut per Bahn besuchen, der Fußweg wäre erheblich anstrengender und zeitraubender.
Als Erstes besuchten wir Vernazza mit dem einzigartigen Nordhafen. Silvia wusste uns viel Spannendes und Interessantes über jeden einzelnen Ort zu erzählen – die Geschichte, die Menschen, Architektur und Kirchen, interessante Hintergründe, auch kuriose oder die ein oder andere Anekdote. So war unser Ausflug nicht nur extrem informativ, sondern immer auch unterhaltsam und kurzweilig. Natürlich sind die einzelnen Orte stark frequentiert und man trifft Menschen aus allen Kontinenten, meist in Gruppen unterwegs. Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charme und Besonderheiten. Es ist bunt, abwechslungsreich, kleine Geschäfte, Bars und Restaurants, manchmal auch kitschig, aber nie langweilig.
Anschließend sind wir mit dem Zug weitergefahren nach Manarola. Dort erlebten wir am Bahnsteig erst einmal einen kleinen Schock, als wir die Menschenmassen entdeckten, die sich alle über den Bahnsteig zur einzigen schmalen Treppe drängten, um nach Manarola zu kommen. Der Ort lebte früher überwiegend vom Weinanbau und Fischfang. Man vermutet, dass dies der älteste Ort von Cinque Terre sein könnte. Auf jeden Fall war er faszinierend, als wir unten an der Küste stehend entweder zurückblickten in die bunte Häuserreihe, oder nach unten auf die Felsen und das tosende Meer. Wenn man Zeit hat, ist der schmale Spazierweg zur Landzunge raus absolut empfehlenswert. Man kann von dort weit der Küste entlang schauen, sieht die unterschiedlichen, mit Steinmauern angelegten Terrassen zur landwirtschaftlichen Nutzung und hat gleichzeitig einen tollen Blick auf die Häuser mit Hafen.
Weiter ging unsere Erkundung dann mit Monterosso – ein Ort, der sich wieder ganz anders präsentierte. Er ist unter anderem zwei geteilt in die Altstadt und das neuere Viertel Fegina. Zudem zeichnet sich der größte der 5 Orte dadurch aus, dass er über einen schönen Strand verfügt und deshalb auch im Sommer ein gern genutztes Fotomotiv als Badeort ist. Das Dorf besuchen wir auch mit den beiden direkt nebeneinander liegenden Kirchen, zum einen die Gemeindekirche und daneben die eine Bruderschaft. Beide haben sich in der Historie um die Vorherrschaft, und damit auch Geld, Macht und Einfluss, in Monterosso bekämpft. Eine Besonderheit des Dorfes ist der Gigante, eine Statue aus Eisen und Zement, die Neptun repräsentiert und eine Terrasse trägt. Die Statue ist 14 Meter hoch und wiegt 170 Tonnen.
Ganz typisch für diese Küstenregion erlebten wir auch, wie schnell das Wetter umschlagen kann. Zunächst wurden wir, kurz nach unserer Ankunft in Monterosso, von einem Regenschauer abgeduscht, wenige Zeit später standen wir in der Sonne und hatten teilweise schon wieder blauen Himmel. Am frühen Nachmittag beendeten wir unseren gemeinsamen Ausflug mit einem schmackhaften italienischen Mittagsmenü. Anschließend hatten unsere Gäste Freizeit und konnten gemäß ihrer Interessen Cinque Terre weiter alleine erkunden. Aufgrund des eher kühlen Abends hatten wir uns, nach der Rückkehr an den Campingplatz dazu entschieden, heute mal auf das gemeinsame Ausklingen des Tages zu verzichten.




























































































