Schnuppertour Skandinavien – Tag 9: Von Ahus nach Kalmar

Nach dem leider abrupten Ende unserer geselligen Runde gestern Abend, sind heute die meisten Gäste relativ früh am Vormittag aufgebrochen, um die etwas längere Strecke gut zu bewältigen – zudem war für unsere Ankunft in Kalmar Regen angesagt. Jedoch hielt der neue Tag nicht nur viele schöne Eindrücke für uns bereit, sondern auch eine ungeplante Überraschung. Bereits kurz hinter Ahus folgten wir einer kleinen Straße entlang schöner Landschaften zu einem kleinen Schloss, umgeben von einem Wassergraben. Anschließend ging es auf die Schnellstraße Richtung Karlskrona und Schären. Auf dem Weg dahin gibt es im Ort Mörrum den berühmten Lachsfluss. Hierher kommen Lachse und Meerforellen aus der Ostsee, um zu laichen. Der wild rauschende Fluss tost um die Felsen herum und beherbergt kleine grüne Inseln voller Farn. Hier könnte man Stunden in der Sonne sitzend verbringen und Angler beobachten (wenn das Wetter mitspielt), gegen Eintritt das sogenannte Laxenshus besichtigen oder auch fündig werden im gut sortierten Shop für Angler.


Karlskrona ist seit Jahrhunderten der militärische Flottenstützpunkt, umgeben von der Ostsee. Es gibt ein Marinemuseum, eine nette kleine Fußgängerzone und ansprechende Lokale für ein Mittagessen. Beeindruckend ist auch der große Marktplatz vor dem Rathaus. Im hübschen Stadtbild entdeckt man immer wieder die typisch schwedischen kleinen bunten Holzhäuschen.


Der Abstecher über die Schären ist genauso, wie man sich Schweden aus den Filmen vorstellt. Alles wirkt ruhig und entspannt, in wunderschöner Natur, umgeben von Wasser. Die Menschen sind freundlich, die Autofahrer auf den teilweise engen Straßen rücksichtsvoll und in der Windmühle Sturkö kann man nicht nur gut Kaffee trinken, sondern auch im Standesamt heiraten. Hier könnte man ewig Zeit verbringen und den Tag genießen. Leider war uns dies nicht vergönnt, da auch das Wetter nicht mehr mitgespielt hat und für unsere Gitta und Josef der Tag schon am späten Vormittag wegen einer Panne frühzeitig einen anderen Verlauf genommen hat.


Bei der Ankunft am Campingplatz war Vorsicht beim Aufstellen angesagt, damit man beim Aussteigen keine Gummistiefel benötigt. Der starke Regen hatte seine Spuren hinterlassen, was sich aber gegen Abend schon wieder merklich besserte. Somit konnte ich der Gruppe noch ein schnelles Update zu Gitta und Josef geben und den morgigen Tag abstimmen – in der Hoffnung, dass die Sonne rechtzeitig zur Besichtigung von Kalmar zurückkommt bzw. es zumindest trocken bleibt.